Dienstag, 25. Oktober 2011

Spenden und Spendieren


(zum Vergrößern Bild anklicken)

So sieht der momentane Sachspendenbedarf bei #occupyfrankfurt aus, Stand heute 17 Uhr. Wir freuen uns riesig über alles, was vorbeigebracht wird. Über "flexible" Geldspenden freuen wir uns natürlich auch, siehe der dezente Einschub unter 'Media-Center'.

Hoffentlich schaffe ich es bald, die Spendenkontonummer aufzutreiben.
Oder weiß jemand sie vielleicht schon?
Update:
Marc hat sie als erster gewusst, vielen Dank!

Occupy Frankfurt
Kontonummer: 6020953500
BLZ: 43060967
GLS Bank


Das Spenden hat ja viele Gesichter. Auch ganz kleine, herzerwärmende. Als ich heute früh an die Tonne trat, kam die Schreckensmeldung, der Kaffee sei leider grade alle. Katastrophe, seufzte ich leidend, worauf ein mir fremder Mensch an der Tonne meinte, am nahegelegenen Kiosk gebe es frischgebrühten Kaffee zu kaufen. Noch mehr Katastrophe, seufzte ich noch leidender, dazu müsste ich ja die wärmende Tonne verlassen, ging gar nicht. Der Mann verschwand.


Fünf Minuten später kam er zurück und stellte mir ein Frühstück vom Kiosk auf die Bank. Einfach so. So etwas haut mich um. Weil es so umwerfend herzerwärmend ist.

Danke.

Kommentare:

  1. Da Du kein Impressum mit Mailaddy hast - mailst Du mich bitte mal an? Geht noch um Spenden, aber auch um "Unterwanderung".

    Danke
    Frank Benedikt, cbyerflex(at)gmx.de

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  2. Bist Du sicher, dass Du Dich nicht verschrieben hast? Deine Adresse funktioniert nämlich nicht.

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  3. cbyerflex(at)gmx.de = cyberflex@gmx.de ?

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  4. @ Kaluptikus: Rischtisch.

    Klassischer Wegstabenverbuchtler.

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  5. Bin absolut auf eurer Seite. Nur frage ich mich, was die nächste Stufe des Protests sein könnte...

    Als Banker würde ich mir doch denken: die Jungs und Mädels da draußen - die sitzen wir doch locker aus. Die können von uns aus campen, bis sie schwarz werden. Der erste Schnee fällt ja auch bald.

    Also: wie könnte man den Druck auf die Finanzhanseln effektiv erhöhen?

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  6. Oha, was man so verpasst, wenn man zwei, drei Wochen nicht zum Bloglesen kommt.

    Seit ich vor Monaten mal in einer nächtlichen Gewaltakion dein halbes Blog verschlunge habe und mich hier regelmäßig wieder festlese, bist du mir auf eine schräge Web2.0 Art echt ans Herz gewachsen.
    Frau Mop, ich bewundere deinen Mut, deine Energie und deine scharfe Zunge und schicke dir auf diesem Wege eine Umarmung und wünsch dir viele warme Gedanken :) Und falls du dich in der Nacht zum Wärmen an den Blues kuscheln musst, dann kraul ihm mal von mir die Ohren!

    Liebe Grüße von der "Stammkundschaft"

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  7. Euer Spendenkonto ist:
    Name: Occupy Frankfurt
    Kontonummer: 6020953500
    BLZ: 43060967
    GLS Bank (sehr löblich :)

    http://www.facebook.com/#!/OccupyFfM/posts/149670531797967

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  8. @Frau Mop: Ich bin gerade ein wenig durchs Web gecrawlt, um Infos über das ZG-Movement zu kriegen.

    Sie direkt zu kritisieren scheint auf den ersten Blick nicht leicht zu sein. Sie locken potentielle Mitglieder mit den "Zeitgeist"-Filmen, auf die sie sich zunächst berufen, dann jedoch wieder distanzieren, wenn es um die Details der Zukunftsvision, in der es keine politischen Strukturen wie heute mehr geben soll. "Ressourcenbasiertes wirtschaften" wird beschworen. Die zukünftige Welt soll aus über das Internet kommunizierenden Gruppen bestehen, den "Chaptern". Vieles ist wischiwaschi. Zunächst sieht es so aus, als wäre niemand in der neuen Gesellschaft bevorteilt. Alle sind happy und teilen sich maßvoll und eigenbestimmt die Reichtümer der Erde. Startrek läßt grüßen.

    ZG-Gegner kritisieren scheinbar vor allem, daß bereits in den Filmen eine antisemitische Haltung dadurch eingenommen wird, daß sich Kritik an "grauen Eminenzen" wie ein roter Faden durch die Filme zöge. Diese im Unbekannten gelassenen sind die Strippenzieher und Profiteure des Finanzsystems. Sie bestimmten die Richtlinien der Politik und halten die Welt durch Zinseszins in der Knechtschaft.
    Die Gegner sehen darin Parallelen zu den Aussagen der Nazis zum Weltjudentum.

    Der Weg konstruktiver Kritik scheint mir am sinnvollsten über die Analyse der Verflechtungen derjenigen Personen zu gelingen, welche auf zu bezahlenden Vorträgen auftreten.
    Die sich an diesen Auftritten bereichernden sind an esoterische Zirkel angedockt, die sich auf den ersten Blick in harmlos daherkommende Gewänder kleiden.
    Vom alternativen Leben und Spiritualität ist die Rede. Interessant wird es dann, wenn der eine oder andere in Deutschland auch in den Vorstandslisten von Finanzdienstleistern auftaucht, gleichzeitig aber die Existenz des Landes an sich leugnet.

    Mein spontaner Eindruck: Während der Verfassungsschutz möglicherweise den Rosen im Garten von Frau Wagenknecht beim Abwerfen der Blätter zuschaut und deren Zerfallsprozess auf atomarer Ebene dokumentiert, haben wir es mit einem längst in der Wirtschaft verwurzelten Netz von Neubraunen zu tun.

    Da muß einer ran, der wirkliche Erfahrung und Spürsinn für rechte Schwurbelkacke hat.
    Vielleicht jemand wie dieser Burks, auf den flatter verlinkt?

    Für die, die etwas näheres dazu schreiben möchten, hinterlege ich die folgenden Links zum Einstieg.

    Esowatch - The Zeitgeist Movement - Esospinner oder Science Fiction Freaks?

    Esowatch - Andreas Clauss

    Esowatch - Autarkes Leben

    Netz gegen Nazis - Verschwörungstheorien, Antisemitismus und Web 2.0

    Netz gegen Nazis - Altermediainfo

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  9. @Anonym
    Gute Fragen stellst Du. Aber erst mal muss sich der Sauhaufen (ist liebevoll gemeint) unter der EZB selber zusammenraufen. Gelingt bis jetzt nicht wirklich.

    @Amike
    Deine Worte haben mindestens so viel Wärmkraft wie eine voll beladene occ-ffm-Tonne :). Ich danke Dir.

    @Marc
    Vielen Dank!

    Und hier ist übrigens das Infotelefon von #occupyfrankfurt:
    0174-405 0504.

    @R@iner
    Danke für die Recherche.

    Es wäre wirklich sehr zu begrüßen, wenn sich ein kundiger Blogger der Zeitgeist-Kiste mal annähme und diesen Verein gebührend zerpflückt.

    Mal von den Ideologien abgesehen wirken diese Leute auf mich durch und durch wie aus dem FF stromlinienförmig gebrieft. Dabei partiell mit durchaus sympathischem Auftreten, an der Oberfläche. Typische Taktik: Wenn unter 100 Leuten, sagen wir, zehn von denen sind, machen die einen auf fifty-fifty: Fünf von ihnen outen sich als Zeitgeistler, präsentieren sich dabei offen, zugänglich, freundlich, im Dienst der „guten Sache“ unterwegs; die anderen fünf fahren auf dem undercover-Ticket, was aber kaum jemandem auffällt, weil die ersten fünf sich ja so brav und offenherzig geoutet haben. Machen die ganz geschickt.

    Leider scheinen sie nicht die einzigen zu sein, die #occupyfrankfurt hijacken wollen. Meinem (vorsichtig geäußerten) Eindruck nach gibt es Leute, die darauf spekulieren, dass alle Welt sich jetzt auf den „Buhmann“ Zeitgeistler stürzt (heute Artikel dazu in der FR), und im Windschatten dieser ganzen Aufregung segeln andere, die versuchen, da unbemerkt ihr krummes Ding zu drehen. Weil ja alle so schön von den Zeitgeist-Turbulenzen abgelenkt sind. Unschön, das alles.

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  10. @R@iner, ich hatte mich auch schon mal umgeguckt... vielleicht deshalb bei @flatter auf meinen 'alten Freund' schon (wieder) so empfindlich reagiert...

    Wenn mir jemand erklärt, daß wissenschaftliche Methoden, die (alleinige) Basis von Entscheidungen liefern sollen, dann schrillen bei mir alle Alarmglocken.

    Denn erstmal klingt das ja vernünftig, daß man da wissenschaftlichen Erkenntnissen einen Platz einräumt.

    Nur, es soll ihnen DER Platz eingeräumt werden.
    Und da fällt mir dann schon auf, daß Wissenschaft von allein gar nix macht, immer Menschen dahinter stehen, die diese Wissenschaft machen - Wissenschaftler.

    Ich habe mich also allein deren Urteil unterzuordnen.

    Nö.
    Ein Experte ist nicht Experte, weil er sich so dünkt.

    Und wenn es hundert mal gesünder ist Milch zu trinken, ich will morgens meinen Kaffee ;-)

    Ökö-Fasch...?

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  11. @ Mrs. Mop:

    Die Mühe mit "Zeitgeist" haben sich bereits ein paar recht ausführlich gemacht, darunter die taz
    http://www.taz.de/Occupy-Bewegung/!80372/
    und zwei BloggerInnen:
    http://www.freitag.de/community/blogs/barbara-muerdter/faellt-die-occupy-bewegung-ihrer-eigenen-offenheit-zum-opfer
    http://reflexion.blogsport.de/2011/10/21/die-internetseiten-der-empoerten/

    Deshalb bin ja bspw. ich so besorgt, wie ich Dir auch schon schrieb.

    Keep steady!
    Frank Benedikt

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