Samstag, 8. August 2009

Moondance

Es muss der Einfluss des Vollmondes gewesen sein. Wie sonst finde ich zu dem Blog einer New Yorker Animationsfilmerin, ohne je danach gesucht zu haben? Die Künstlerin Nina Paley hat ein grandioses Werk geschaffen mit dem Titel Sita Sings The Blues, einen Kinofilm von 72 Minuten Länge, von denen ich jede einzelne geliebt habe.
Laut Filmbeschreibung (es ist unmöglich, diesen Film zu beschreiben) handelt es sich um eine 'animated interpretation of the Indian epic Ramayana' - irgendwie nicht wirklich euphorisierend, so als Text; der Film ist es dafür umso mehr. Unglaublich schlau, witzig, mit viel Tempo und irrsinnig komischen Charakteren, allesamt irreal und sonderbar. Kein Wunder, dass der Mond eine tragende Rolle im Filmgeschehen spielt, mal voll, mal halb, mal zu, mal ab. Als bei 27:50 Minuten nicht etwa der Bär, sondern der Mond rampensaumäßig zu steppen anfing, da wusste ich: Ich bin im richtigen Film.
Eigentlich wusste ich das bereits nach zwanzig Sekunden. Da ritzt nämlich ein männlicher Pfau in vollem Ornat die Schellackplatte auf dem Grammophon, bleibt mit dem spitzen Schnabel in der Rille hängen, lässt dadurch die Musik durchhängen und halst sich jede Menge Stress mit der schönen Sita auf, die gerade am Playbacksingen war. Meisterhaft durchgeknallt. Muss man gesehen haben. Unbeschreiblich.



Kommentare:

  1. tab ist geöffnet, film wartet aufs abgespielt-werden. da heute scrubs 4 gekommen ist, gucke ich ihn dann allerdings wohl eher morgen ^^. aber ich bin schon gespannt! :)

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  2. Wünsche jetzt schon viel Vergnügen, hab den Film nun zum dritten Mal angeschaut, kann gar nicht genug kriegen :).

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  3. Noch ein Tip speziell für Sie: Für einen Appetitmacher klicken Sie sich bei 1:10:00 (so etwa) in den Film rein. Da verleiht ein skurriler Geigenvirtuose dem Phänomen Liebeskummer musikalische Flügel. Einzigartig ;).

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