Sonntag, 10. Juli 2011

Rumhängen, abhängen, aufhängen


Was schert mich mein Geschreib von gestern?
...zu hoffen bleibt, dass auch die griechischen Hersteller von Stricken und Seilen künftig schwarze Zahlen schreiben können, um die fiskalische Selbstmordgefahr endgültig zu bannen.
Was bringt uns der heutige Tag?

Wieder mal ein Bild, das mehr sagt als tausend Worte:


Wobei man schon gern wissen möchte, welche bedauernswerte Kreatur da abhängt? Oder sich aufgehängt hat? Oder aufgehängt wurde?
Oder wie? Oder was?

Der Straßenkünstler Eyesaw gibt Auskunft:
"The last capitalist we hang shall be the one who sold us the rope."
Darf der das einfach so sagen?
Natürlich nicht.
Warum sagt er es trotzdem?
Weil es vor ihm schon ein anderer gesagt hat.

Wer sich jetzt quengelnd daran aufhängt, dass "erst dann, wenn der letzte Strickhersteller aufgehängt ist, ihr begreifen werdet, dass ihr nichts mehr zum euch-dran-aufhängen habt" (oder so ähnlich), der kann sich immer noch daran aufhängen.

Kommentare:

  1. Was soll denn da für eine "message" rübergebracht werden, ausser gegen alle, die Kapital benutzen/einsetzen zu agitieren? Das ist doch nur noch geschmacklos und billig. Ich versteh den Künstler nicht! Wäre doch viel besser, auf alle diejenigen hinzuweisen, die sich aus Verzweiflung das Leben genommen haben, die echten Opfer des Kapitalismus.

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  2. "Ich versteh den Künstler nicht! Wäre doch viel besser, auf alle diejenigen hinzuweisen, die sich aus Verzweiflung das Leben genommen haben, die echten Opfer des Kapitalismus."

    Genau das tut dieser Künstler doch. Nur wählt er eben den indirekten Weg über das Marx-Zitat, in dem sowohl auf den Kapitalismus als auch auf dessen Opfer angespielt wird.

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