Montag, 18. Juli 2011

Hoch den Hintern


Die auf dem Bullen tanzt
"Die Antiglobalisierungsbewegung war der erste Schritt auf unserem Weg. Um das System anzugreifen, orientierten wir uns damals an dem Vorbild eines Wolfrudels: Es gab einen Alphawolf, einen Anführerwolf, und all die anderen, die ihm nachfolgten. Wir haben unsere Taktik weiterentwickelt: Heute sind wir ein einziger riesiger Schwarm von Menschen."
Raimundo Viejo, Pompeu Fabra Universidad
Barcelona
"Das Schöne und Aufregende an dieser neuen taktischen Formel liegt in ihrer pragmatischen Schlichtheit: Wir sprechen uns einfach ab, physisch und virtuell ... wir konzentrieren uns auf eine Forderung - eine Forderung, die es vermag, die Vorstellungskraft zum Leben zu erwecken und die uns weiter antreiben wird in Richtung radikale Demokratie ... und dann gehen wir auf die Straße, nehmen uns einen öffentlichen Platz mit symbolischer Bedeutung und setzen unseren Hintern aufs Spiel, damit das alles wahr wird.

Die Zeit ist reif, unsere Forderung hat einen Namen, nämlich der Name dessen, der unsere Demokratie am meisten korrumpiert:
Wall Street, the financial Gomorrah of America."

Den Hintern hochbringen,
nach draußen schaffen,
aufs Spiel setzen.
Darum geht's.


Heute reichen fünf Worte, und jeder versteht:

Wallstreet besetzen.
Zelte mitbringen.
Basta.

Kommentare:

  1. Meine fünf Worte wären:

    machen wir unser eigenes Geld :)

    AntwortenLöschen
  2. Ich der Bankräuber. Her mit dem Schotter.

    AntwortenLöschen
  3. Ich biete dir einen Posten an...

    AntwortenLöschen
  4. Nix gibts. Du Gründer, ich Überfaller.

    AntwortenLöschen
  5. @retros

    Sorry, dass ich eure feuchten Träume platzen lassen muss, aber Banken wird es bei meinem Geld nicht mehr geben ;-) Die Technik ist soweit fortgeschritten, so etwas Überflüssiges braucht man nicht mehr.
    Hä? Geht nicht? Doch, das gibt es sogar schon. Ein (noch umständlicher) Weg sind Bitcoins, es wird aber bald noch etwas besseres kommen.

    AntwortenLöschen
  6. @Marc: Geld aus Stoff oder Papier oder beidem hat aber den Vorteil, daß man es noch als Hygieneartikel oder Brennstoff benutzen kann.
    Aber no Prob. Für dich richte ich eine Devisenbörse ein.

    AntwortenLöschen
  7. Und schließlich müssen wir auch an die Bettler denken. Oder doch nicht? http://ad-sinistram.blogspot.com/2011/07/de-dicto.html

    AntwortenLöschen
  8. Huch. Geld aus der Steckdose. Dann schon lieber Kaurimuscheln.

    AntwortenLöschen
  9. Jaja. Essen, Musik und zum Baden gehen. Das sieht dir ähnlich.

    AntwortenLöschen
  10. Other Curious Money: http://www.eucoprimo.com/Aktueller_Artikel/aktueller_artikel.htm

    AntwortenLöschen
  11. Stichwort Bettler: Ganz richtig. Und wollen wir bitte nicht die Trinkgeldkassierer vergessen = die gastronomische Variante von Almosenempfängern, "bitte, bitte ein Bit, äh, Tip!"

    AntwortenLöschen
  12. Ach was. In unserer Gesellschaft gäbe es keine Bettler.

    AntwortenLöschen
  13. Mit dir als Bankdirektor? Keine Bettler? Erzähl.

    AntwortenLöschen
  14. "Hexengeld", ha. Ich geh dann schon mal Muscheln sammeln.

    AntwortenLöschen
  15. Als erstes würde ich (der Banker!) den Pastafarianismus als Staatsreligion ausrufen: Nudeln für alle!

    AntwortenLöschen
  16. Au ja. Bringst du mir ein paar Steinchen mit? http://de.wikipedia.org/wiki/Rai_%28W%C3%A4hrung%29

    AntwortenLöschen
  17. "Wenn Rai den Besitzer wechselt, lässt der neue Eigentümer den Stein gewöhnlich aufgrund des Gewichts und der damit entstehenden Schwierigkeiten des Transports dort, wo er ist. Wem welcher Stein gehört wird einfach gemerkt."

    Extrem cool. Und ganz ohne Rai-ffeisenkasse.

    AntwortenLöschen
  18. auch dort?
    "In den letzten Jahrhunderten gab es eine Inflation bei dem Steingeld, als der Transport der Steine gefahrlos und billig wurde. Die Zeitenwende ..."

    AntwortenLöschen
  19. @Kaluptikus

    Schau dir mal unsere Straßen an und überleg' dir, was bei einem Spritpreis von über 5 Euro passiert!
    Ich sage dir, die guten alten Zeiten kommen zurück ;-)

    AntwortenLöschen
  20. @marc

    Der war gut. Ja, es wird die Zeit zurückkommen, wo die Kirche im Dorf und der Stein am Straßenrand bleiben wird.

    Allerdings könnte auch die Zeit kommen, wo körperlosen Münzen bei steigenden Energiepreisen oder kollapsbedingten Stromausfällen in der Steckdose steckenbleiben ;).

    AntwortenLöschen
  21. @Mrs.Mop

    Vielleicht werden wir bald Hexengeld mit Merkels Antliz bekommen oder mit Glasperlen handeln, wer weiß. Wir brauchen Alternativen zum jetzigen Geldsystem, es wäre das Ende der TINA.
    Geld = Macht = Herrschaftsform. Ändere ich das Geld, ändere ich die Machtbasis. Erst wenn wir alternative und unabhängige Geldsysteme haben, wie z.B. Regionalwährungen, erst dann haben wir wirkliche Demokratie.
    Alle anderen Änderungen halte ich für Kosmetik, Leute werden ausgetauscht und die eine oder andere Verbesserung mag es geben, aber ein Wandel kann es meiner Meinung nach nur mit einer Evolution des Geldsystems geben.
    Ist eine Spinnerei und die Zeit ist auch noch nicht reif dafür, aber wer weiß :D

    AntwortenLöschen
  22. Was für einen ein witziger Dialog in einem eher unbedeutenden Winkel der Bloggerszene, ist für andere...Lest selbst: "Der Aufstieg der Tauschwirtschaft" http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=16653

    AntwortenLöschen
  23. Ich seh das als Chance, dass wir jetzt mit der Staatsfinanzierung auf die Fresse fallen. Konnte nur so kommen... Das Geldsystem im Kapitalismus bezieht seine Macht und Dynamik aus garantierten Eigentumsverhältnissen, da muss man ran! Mittlerweile sind wir so weit, dass "Gemeinschaftseigentum" zur Bereicherung von wenigen genutzt wird, nur aufgrund der Position - völlig legal auch noch!

    AntwortenLöschen