Montag, 13. Juli 2009

Kopfton

Vielleicht schaffe ich es ja doch ohne eigenes Gartengrundstück durch die Krise? Heute früh, als ich noch ein wenig übernächtigt die erste Steigung hoch knetete, fiel mir etwas auf den Kopf. Es tat nicht weh, aber ich erschrak. Gleich darauf fiel schon wieder etwas auf meinen Kopf, und da war ich dann wach. Steht da ein Riesenmirabellenbaum am Weg, mitten in der Landschaft, und ist dabei, seine reifen gelben Früchte abzuwerfen. In Massen.
Am Freitag war von den gelben Kullerchen noch nichts zu sehen gewesen. Am Montag fallen sie einem auf den Kopf. Na wartet, bis ich auf dem Rückweg wieder bei euch vorbeikomme.
Um die Mittagszeit waren sie dann schon mehrfach überfahren worden, aber im Unterholz lagen die unversehrten, auf weichem Gras, und leuchteten beim Nähertreten überall orange-gelb heraus. Ich probierte eine - vorzüglich. Um mich herum fielen ständig neue Mirabellen nach. Jedes Mal war ein sanftes, gedämpftes Plopp zu hören, wenn sie im Gras landeten. Bei Kopflandung machten sie Plutsch.
Am besten schmecken Mirabellen, wenn sie eine Zeitlang von der prallen Sonne beschienen worden sind: warm, süß, saftig, mit feiner Säure. Manche sind rotwangig und haben klitzekleine Sommersprossen. Die schmecken am süßesten.
Schon toll, wenn einem die Früchte einfach so vor die Füße fallen. Gern auch auf den Kopf. Morgen gehe ich nochmal zur Ernte, dann aber mit System, sprich mit längeren Hosen. Die von heute waren entschieden zu kurz, oder die Brennesseln zu hoch, eins von beidem.

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