Mittwoch, 13. Juni 2012

Uganda strikes back



Den jüngsten spanischen Griff in den rassistischen Eimer (Ministerpräsident Rajoy: "Spanien ist nicht Uganda") wollen die Ugander nicht auf sich sitzen lassen.

Eine Bloggerin aus Uganda rief flugs einen Twitter hashtag #Ugandaisnotspain (via Al Jazeera) ins Leben, wo sich (nicht nur) ugandische Twitterer über den Lapsus teils amüsieren, teils sarkastisch wundern, welche kolonialistischen Hangovers "die sogenannte zivilisierte Erste Welt" eigentlich mit sich herumschleppt? Und ob den ehemaligen Kolonisatoren entgangen sei, dass immer mehr spanische Jugendliche auf Jobsuche (Jugendarbeitslosigkeit in Spanien: über 50 Prozent) in ehemalige spanische Kolonialgebiete auswandern? Und in puncto Nationalstolz: "Lieber Bananenrepublik als am Bailout-Tropf hängen!"

Und wer glaubt, die Leute in Uganda seien humorlos, der war schon lange nicht mehr in seinem Keller zum Lachen: "No bailout for Spain from Uganda!"

Man darf schon jetzt gespannt sein auf die Retourkutsche aus einem anderen afrikanischen Land, sollte die spanische Regierung demnächst auf die Idee kommen zu behaupten: Spanien ist nicht Zimbabwe.

Kommentare:

  1. Das Bild... Ich lache Tränen.

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    1. Noch etwas: Gestern ging die Nachricht rum, daß Telemadrid seinen Reportern untersagt hätte, das Wort 'rescate' zu verwenden. Statt dessen sollen die Worte 'línea de crédito' oder 'auxilio financiero' zum Einsatz kommen.

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