Montag, 23. September 2013

Kuchen? Aushungern!


Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.

Hatten wir schon.

Kalter Kaffee.

Ist längst durch.

Zeit für was Neues.

Da geht noch was.

Da ist noch eine Menge Luft drin.

Weil, auch wer arbeitet, soll nicht essen:
MOORE: Wieso sollte jeder Job genug Geld einbringen, um davon leben zu können? Die ganze Idee einer breitgefächerten Wirtschaft besteht darin, dass es viele, viele, viele Jobs gibt, von denen man leben kann, und viele Jobs, die dafür eben nicht bestimmt sind - die am unteren Ende der Skala -, das sind keine Jobs, die dafür bestimmt sind, dass man davon leben kann.
HARTMANN: Jeder Job sollte genug einbringen, um davon leben zu können, weil jedes menschliche Wesen es wert ist zu leben.
MOORE: Nein. Wenn einer keine Berufsausbildung hat, darf er nicht erwarten, aus seinem Job seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Alles klar. Wer Klos putzt, Müll entsorgt oder Buletten umdreht, darf nicht erwarten, von seinem Job leben zu können.

Was darf er dann erwarten?

Vielleicht Unterstützung mit Lebensmittelmarken (food stamps)?

Hatten wir schon.

Kalter Kaffee.

Ist längst durch.

Da geht noch was.

Da ist noch eine Menge Luft drin.

Weil, auch wer arbeitet und nichts zu essen hat, kriegt keine food stamps:
Nachdem die Kosten für die Unterstützung mit food stamps während der Rezession sprunghaft angestiegen sind, beabsichtigt das von Republikanern geführte Repräsentantenhaus ein Gesetz zu verabschieden, welches das food stamps Programm um den Betrag von sage und schreibe 40 Milliarden Dollar kürzt.
Alles klar. Wer rezessionsbedingt hungert, kriegt nichts mehr zu essen.

Bestechende Logik.

Macht s euch doch nicht so schwer: Warum erschießt ihr die Leute nicht einfach, dann sei ihr sie endgültig los?

Schon klar. Weil dann keiner mehr da ist, der euch die Klos putzt.

Kommentare:

  1. Wenn ich dein Blog lese, kriege ich oft besonders schlechte Laune. Das darfst du gerne als Kompliment verstehen.

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  2. Nö, die Leute sollen sich gefälligst selber um ihr sozialverträgliches Frühableben kümmern.

    cu
    renée

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  3. Und auch die selbsternannten, parteigewordnen Anwälte der Ärmsten in @de, erkennen neue Prioritäten:

    jW heute:
    "........sagte Gysi. Außerdem werde sich die Bundestagsfraktion künftig stärker der Wirtschaftspolitik widmen. »Auch wir wollen eine florierende Wirtschaft.«

    Mal was richtig LINKES. Mit vollen Segeln in den Konformismus. Ludwig Erhard würde es freuen.

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    1. "Hoffentlich will die Linke eine florierende Wirtschaft. Das ist erstmal ein angenehmer Ansatz. Deshalb kann man trotzdem Eigentumsfragen stellen. Mir fällt eine Diskussion aus dem Hessenwahlkampf ein: Janine Wissler wurde von irgendeinem Wirtschaftsfuzzi eine Stunde lang interviewt, danach kam eine Mittelständliern nach vorne und meinte, sie könne unter den Linken wohl abdanken. Wissler reagierte nur mit Formeln, nicht mit konkretem Zugehen auf die Frau. Ein Fehler. Kein ernstzunehmender Linker wird Unternehmertum abschaffen wollen, Eigeninitiative. Es gibt sogar eine AG “Unternehmer in der Linkspartei” oder so ähnlich.

      Es ginge her darum, demokratische Verhältnisse bei der Produktion zu fordern, also mehr Einfluss für die Belegschaften. Und genau die sind “Wirtschaft”. und die sollen florieren."
      (Genova68 bei 'Kritik und Kunst")
      http://kritikundkunst.wordpress.com/2013/09/22/es-peh-deh/#comment-8652

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    2. Für den Herrn ohne eigene, dezidierte, differenzierte Meinung und ohne eigene Position und Perspektive:

      Eine florierende Wirtschaft, dass heißt doch, Personalabbau (Verschlankung), Verschwendung von Ressourcen/Rohstoffen, Exportüberschuss, Ausbeutung armer Länder (Textilproduktion in Bangladesch usw.), noch mehr kurzlebige Güter ( geplante Obszoleszenz),jährlich immer mehr und neue Automodelle bis zum Verkehrsinfarkt, Güterverkehr mehr und mehr auf der Strasse (logistische Vorteile), statt auf der Schiene, florierende Wirtschaft möchte keine begrenzten CO2-Werte, keine Umweltstandards und Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz.


      Eine florierende Wirtschaft nur an der Mitbestimmung der Belegschaften festzumachen, ohne die Mitbestimmung an der Produktion von Gütern und Dienstleistungen, die wir wirklich benötigen, zu verlangen, ist reformisisch und nicht antikapitalistisch. Es geht übrigens auch darum, in wessen Eigentum die Pruduktionsmittel sich befinden, Womit wir wieder bei der Eigentumsfrage wäre, die anderen marktwirtschaftlichen Kriterien wie Konkurrenz, Unterbietungsprinzip und Warenfetisch mal außen vor gelassen.

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    3. Ach Altautonomer, Du möchtest doch das Unternehmertum am liebsten gleich ganz abschaffen und nur noch Warentausch betreiben.
      Aber dann bei "duckhome" lang und breit erklären, weshalb Du deine Fahrradteile lieber beim Online-Discounter einkaufst, anstelle einen selbstständigen, kleinen Händler in der Nähe zu berücksichtigen...
      *abwink*

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  4. Der kleine Händler heißt "action-sport" und hat seinen Betrieb in den kleinen Sauerlandkaff Werdohl. Teilweie ein Manufakturbetrieb.

    Außerdem ist die in dem Kommentar dHK enthaltene Moral, im Kapitalismus gefälligst absolut widerspruchsfrei zu konsumieren eine reaktionäre Attitüde.Und ab jetzt werde ich auf Deine öffentlichen Vorhaltungen hier nicht mehr eingehen.

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    1. "reaktionäre Attitüde"
      Köstlich...

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