Freitag, 18. November 2011

Happy birthday Occupy movement!



Heute nacht habe ich den Livestream von Occupy Wall Street March Across Brooklyn Bridge verfolgt und hörte einen Demonstranten sagen: "I can actually feel the ground shaking." Klingt vielleicht unangemessen pathetisch, ging mir aber genauso - stellenweise hat es mir fast den Boden unter den Füßen weggezogen, so beeindruckend waren die Bilder von (geschätzten) 20.000 Menschen, die sich einerseits lautstark empörten und andererseits - nicht minder lautstark - den zweimonatigen 'Geburtstag' von #occupywallstreet feierten. Der Marsch über die Brooklyn Bridge
"...was intended to culminate in a festival of light as we mark the two-month anniversary of the Occupy movement, and our commitment to shining light into our broken economic and political system."
"Festival of light", the highlight:

An die Seiten des Verizon-Buildings in Lower Manhattan wurden leuchtend blaue Flashlights projiziert - bat signals -, während Tausende über die Brooklyn Bridge marschierten.


Die Botschaft "We are the 99!%" wechselte in "Look around, you are part of a global uprising! Happy birthday Occupy Movement!", dann wurde das Wort "Occupy" geflasht mit jeder - jeder! es sind unzählige! - Stadt, in der sich eine Occupy-Bewegung bewegt:


Es war streetart vom Allerbesten, selbst unter qualitativ allerschlechtesten Livestream-Bedingungen. Unter Live-Bedingungen - also physisch auf der Brücke, gemeinsam mit vielen tausend Protestierenden - muss es überwältigend gewesen sein. Der Jubel der Menschenmassen war ohrenbetäubend, nicht minder die Autofahrer, die zu einem Solidaritäts-Hupkonzert anstimmten.

Ich war, mit einem Wort, bewegt. Bin es ja sowieso.
Und jetzt erst recht. Noch mehr.

Update:

Ja, es war überwältigend.
Es wurden aber auch Menschen überwältigt von der Polizeibrutalität:

"A police officer steps on the head of a demonstrator
affiliated with the Occupy Wall Street movement
as another assists in arresting him
Nov. 17, 2011, in New York."

Kommentare:

  1. So langsam sollte jedem aufgehen in was wir leben ... Tipp: es ist definitiv nicht das, was sich der Durchschnittsmensch als Demokratie vorstellt.
    Nur wenn es das nicht ist was ist des dann..?
    Diktatur..?
    Wirtschafts oder Finanzjunta ..?
    Feudalismus ...?

    Warum sollten wir demokratische Mittel nutzen wenn es die anderen nicht tun ...?

    Fragen über Fragen ......

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  2. Ist schon zu spaet für einen Kommentar, aber eines muss ich sagen, klar unsere Gegner werden uns nicht sanft anfassen, aber das ist kein Grund, es ihnen gleich zu tun. Wir sollten nicht die Gewalttätigkeit mit ihnen gemeinsam haben. Denk an die Blutbäder der Neuzeit, es reicht.

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