Mittwoch, 30. November 2011

Don't worry, sei ängstlich


(auf Bild klicken zum Vergrößern)

Und heute das lustige Ratespiel des Tages:
Wer findet den kleinen Unterschied?

Auflösung:
Der Unterschied findet sich auf dem Titelbild, das uns offenbart, dass es völlig in Ordnung - nachgerade vorteilhaft und von Nutzen für uns - ist, Angst zu entwickeln angesichts all jener Ungewissheiten, Erschütterungen und Verwerfungen, von denen wir tagtäglich umgeben sind. Ist ja auch viel gesünder, eine robuste Ängstlichkeit zu entwickeln statt, meinetwegen, auf die Straße zu gehen und kundzutun, dass man von all den Erschütterungen und Verwerfungen die Schnauze gestrichen voll hat.

Bei längerer Bildbetrachtung könnte man fast meinen, sie wollen, dass die Leute ängstlich werden.

Wenn das kein Fortschritt ist. Es bedarf gar keines Propagandaministeriums mehr. Die Medien erledigen das von selbst. Ein Goebbels hätte seine helle Freude daran. Das System funktioniert wie geschmiert. Oder pfeift aus dem letzten Loch. Je nachdem.


Kommentare:

  1. Das letzte Wort hat Michael Hudson:

    "Fifty years ago an old socialist told me that revolutions happen when people just get tired of being afraid."

    Leuchtet ein.

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  2. Unsere ganzen Systeme funktionieren nur durch Angst "machen".

    1. Alle Medien, besonders das Fernsehen.
    2. Unsere Erziehung.
    3. Unser Rechtswesen.
    4. Die "Weltmeister" bzw. Herrschenden Angstmacher - Versicherungen.

    Ich glaube, die Liste könnte man fast endlos so fortsetzen.

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  3. Ist zwar ziemlich OT, aber ich weiß nicht, wohin sonst damit:

    In den letzten Tagen häufen sich für manche Seiten anscheinend gewisse "Serverprobleme" etc., z.B.

    http://aristo.excusado.net/comments.php?y=11&m=11&entry=entry111130-225049

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/11844/

    muss ja nix spezielles zu bedeuten haben, könnte aber ...

    Bevor sich solche Vorfälle häufen, sollte die "offline"-Vernetzung (auch über die Camps oder bestehende Organisationen hinaus) in Angriff genommen werden.

    Davor hätte ich nämlich durchaus Schiss, dass -wie und von welcher Stelle auch immer - bei der Netz-Community übelst dazwischen gefunkt wird, bevor sie sich auch "im wahren Leben" einigermassen konsolidieren kann.

    cu
    renée

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  4. Durchaus berechtigte Befürchtungen. Noch nie ist mir so klar geworden wie jetzt, seit ich campe, wie dringend notwendig die reale, physische Vernetzung ist, und auf welch schwankendem Boden das Funktionieren der sogenannten Netz-Community steht.

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  5. Was ist denn eigentlich hier los:

    http://www.occupyfrankfurt.de/
    bringt nur noch:
    Web Server's Default Page ???

    Hat das was damit zu tun:

    http://anonnewsde.tumblr.com/ ?

    Wenn uns das System nicht zerfleddert, dann schlagen wir uns gegenseitig den Schädel ein - na danke! Aus meinem Kommentar im network-99-Forum:
    "...die alkoholisierten Obdachlosen ... saßen am 15.10. wie sonst auch dort auf "ihren" Parkbänken rum und wurden somit gleich mit "occupiert". Die sind also schon viel länger dort ...
    Vor 20 Jahren hätte man es übrigens mit ca. 1000 Junkies zu tun gehabt in dieser Gegend. Wenn Anonymus der Querschnitt der Bevölkerung nicht passt, dann sollen sie sich doch eine andere backen."

    Leider konnte ich die letzten Tage nicht ins Camp kommen (Töchterlein und ich erkältet), aber am vorletzten Freitag konnte ich nichts schlimmes dort erkennen. Die Stimmung dort war zwar nicht F-F-Eierkuchen, aber nach ein paar Wochen wäre das auch ein Wunder. Schließlich wird man ja nicht umsonst auf Konkurrenz und Egoismus getrimmt.

    Aber egal was da passiert ist, weiter dran bleiben am Protest und weiter arbeiten an einer neuen Gesellschaft ist die Devise.
    "Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckich is'", wie mein Vater sagt.

    cu
    renée

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  6. Leider gibt es reihenweise Serverprobleme bei occupyfrankfurt.de (ist mir gestern nacht auch aufgefallen) und leider auch Sabotageprobleme. Wirklich durchblicken tu ich da auch nicht.

    Klasse Kommentar von Dir beim 99-Forum! Als ich am 15.10. mein Zelt in der Taunusanlage aufgeschlagen hatte, kamen zwei Tage später einige Obdachlose, die sich beschwerten, dass ich ihren Stammplatz okkupiert hätte. Wir konnten uns, gottlob, gütlich einigen, denn (zum damaligen Zeitpunkt) war noch genügend freier Zeltplatz vorhanden.

    "Die Stimmung dort war zwar nicht F-F-Eierkuchen, aber nach ein paar Wochen wäre das auch ein Wunder. Schließlich wird man ja nicht umsonst auf Konkurrenz und Egoismus getrimmt."

    Auf den Punkt! Danke dafür.

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