Hey, auf Jobsuche ist man immer dankbar für Impulse von außen; also Anregungen für Jobs - und seien diese noch so durchgeknallt -, auf die man selber nie im Leben gekommen wäre.

Walking in the rain: Claudia Schiffer
Hier ein besonders attraktives Beispiel aus der Kategorie: Was des einen Luxus, sei des andern Broterwerb. Bekanntlich ist den Reichen und Schönen dieser Welt nicht alles zuzumuten, was für den Normalsterblichen eine Selbstverständlichkeit ist, und dazu gehört nun mal das Tragen eines Regenschirmes. Ein Regenschirm? Gibt es Entwürdigenderes als sich selbst vor dem hässlichen Schmuddelwetter abzuschirmen? Wo es doch essentiell Wichtigeres zu tragen gibt als einen schnöden Regenschirm, beispielsweise die Handtasche im XL-It-Bag-Format und den Kaffeepappbecher im XL-Starbucks-Format, mit dem in der Hand sich der Umwelt so trefflich signalisieren lässt, dass man selbst auch zu denjenigen gehört, die, nun ja, ständig unterwegs und irgendwie busy sind.
Wem solcherart beladen die motorische Koordination fehlt, einen Schirm aufzuspannen und - Gott behüte - auch noch zu tragen, der braucht eben einen Schirmherrn. Und wenn er (oder sie, ist ja egal) findet, dass er damit immer noch nicht bescheuert genug aussieht, kann er sich ja problemlos einen zweiten Dienstboten anheuern zum Schleppen eines Kaffeebechers. Und sich drittens zugute halten: Schiffer schafft Arbeitsplätze. Ich geh' schon mal mich bewerben.




