Samstag, 22. September 2012

Blühende Landschaften



Frankfurt, Stadtteil Ostend. Anlässlich des Richtfestes für den im Bau befindlichen EZB-Tempel freut sich die Stadt mitteilen zu können, dass dem Aufstieg Frankfurts als prestigeträchtiger internationaler "Global City" nichts mehr im Wege steht. Erst recht keine traditionell gewachsenen, ehemaligen Arbeiterviertel wie das Ostend, das inzwischen zur zweitteuersten Wohnlage Frankfurts avanciert ist.

Durch die Schaffung hochwertigen Wohn- und Büroraumes für die Ansiedlung globaler Finanzdienstleistungen und damit verbundener einkommensstarker Haushalte, so die Stadt, sei es gelungen, die einkommensschwachen und daher als verzichtbar geltenden Bevölkerungsteile aus dem Stadtteil zu verdrängen.


Dies, so die Stadt weiter, sei eine alternativlose Auswirkung des EZB-Neubaus, in dessen Schatten immer mehr Luxuswohnanlagen entstehen und in dessen ebenfalls neu gestaltetem Umfeld samt gehobener Infrastruktur ressourcenschwache Elemente nur ungern gesehen würden. An der zügigen Durchgentrifizierung eines ehemals bezahlbaren Stadtteils führe daher kein Weg vorbei.

Frankfurt habe nämlich den Ehrgeiz, sich - unter städtebaulichem Gesichtspunkt - weltweit mit Finanzdienstleistungsmetropolen wie New York, London und Tokio zu messen. Der Rest - also der Rest der noch verbliebenen urbanen Bevölkerung - sei im Rahmen der ambitionierten Stadtplanung ein zu vernachlässigender Faktor.


Sollte es sich bei dieser Restbevölkerung um marginalisierte Bevölkerungsschichten handeln, spreche nichts dagegen, diese konsequent weiter zu marginalisieren und in wohnghetto-artige Stadtrandgebiete auszulagern. Ein boomender Wohn- und Immobilienmarkt und die damit verbundenen Rendite-Erwartungen fordere nun mal seinen Preis. Außerdem gelte nach wie vor das Diktum der ehemaligen Oberbürgermeisterin Petra Roth, jeder Bürger habe das "demokratische Recht, woanders hinzuziehen", wenn es ihm am einmal gewählten Wohnort nicht mehr passe (egal aus welchen Gründen).


Erfreulicherweise, hieß es weiter, zögen bei dem Projekt "Global City" (auch: "unternehmerische Stadt" oder Neoliberalisierung des städtischen Raumes) alle am gleichen Strick: Planungsamt, Bauaufsicht und Magistrat (schwarz-grün) äußerten Genugtuung über das völlige Fehlen einer ernstzunehmenden Opposition.

Um letzteres zu illustrieren, betonte unlängst eine Kommunalpolitikerin (SPD), "Wir beobachten diese Tendenzen mit Besorgnis" und fügte hinzu, zu mehr als dem Artikulieren von tendentieller Besorgnis habe es bisher leider nicht gereicht, was jedoch für eine sozialdemokratische Partei bereits einer heroischen Kampfansage gleichkomme.


Keineswegs übertrieben hat Jörg Asmussen, Mitglied des EZB-Direktoriums, als er in seiner Richtfest-Begrüßungsansprache darauf hinwies: "Von meinem Büro im Eurotower konnte ich mitverfolgen, wie die EZB-Türme im Frankfurter Osten langsam in die Höhe wuchsen. Mittlerweile kann man sie von vielen Orten innerhalb und sogar außerhalb der Stadt sehen." Ja, sogar weit außerhalb der Stadt, beispielsweise von wohnghetto-artigen Randlagen aus, ist das "neue und einzigartige Wahrzeichen" mit bloßem Auge zu erkennen.

Ob er allerdings die dorthin abgeschobene frühere Ostend-Nachbarschaft meinte, als er hinzufügte, er freue sich anlässlich des "Umzuges ins Ostend, der neuen Nachbarschaft der EZB wieder einen Schritt nähergekommen zu sein", darf bezweifelt werden. Dennoch hoffe er, "dass die Menschen hier in Frankfurt unseren Neubau als Bereicherung der Frankfurter Skyline und der europäischen Landschaft ansehen". Schließlich kennzeichne es die zeitgenössische europäische Landschaft, dass selbst verarmte Bevölkerungsschichten einen bereichernden Blick auf die Frankfurter Skyline werfen könnten.


Denn, so fuhr er fort, Austerität schaffe nun mal neue Perspektiven. Wie nachhaltig sich die EZB selbst dem Austeritätsprinzip verpflichtet fühle, brachte Asmussen zum Ausdruck, als er erwähnte: "Als öffentliche Einrichtung sind wir dazu verpflichtet, verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen," womit natürlich keine menschlichen Stadtteil-Ressourcen gemeint waren, sondern öffentliche Baukosten.

Die, so Asmussen, seien aufgrund "einiger unvorhergesehener Herausforderungen" in die Höhe geschnellt, allerdings nicht etwa unverantwortlich, sondern verantwortungsvoll, seien also budget-disziplinär zu verantworten; weshalb die gesamten Investitionskosten von ursprünglich 850 Millionen Euro um den peanuts-kompatiblen Betrag von weiteren 200 Millionen Euro aufgestockt werden müssten.

Immerhin, betonte Asmussen, liege das ehrgeizige EZB-Neubauprojekt mit seinen nunmehr 1,2 Milliarden Euro Gesamtkosten höchstens bei der Hälfte jener von der griechischen Regierung noch zu tätigenden Budgetkürzungen, um ein der EZB (im Rahmen der Troika) gefälliges Austeritätspaket zu schnüren. Weil, von nichts komme nun mal nichts, weder Kredite noch Bondkäufe, wie Asmussen mit einem launigen Seitenblick auf Spanien anmerkte.


Mit seinen verantwortungsvollen Sparbemühungen, schloss das Direktoriumsmitglied, wolle die EZB im Frankfurter Ostend als leuchtendes Beispiel in der verarmenden, weil verantwortungsvoll kaputtgesparten europäischen Landschaft vorangehen. Wem das nicht passe, der könne gern von seinem demokratischen Recht Gebrauch machen, also woanders hinziehen oder Europa verlassen oder - im Falle Frankfurts - halt die SPD wählen.

Er vergaß zu erwähnen, dass zu den demokratischen Rechten auch das Recht auf Widerstand gehört. Gottlob ist eine wachsende Zahl von Frankfurtern sich dieses Rechts bewusst und wird keinesfalls vergessen, das EZB-Direktorium, das Planungsamt, die Bauaufsicht, den schwarz-grünen Magistrat und die in Besorgnis verharrende SPD daran zu erinnern. Weil, von nichts kommt nichts, auch kein Widerstand. Aber wo was ist, da blüht er, der Widerstand.
Demnächst in diesen blühenden Landschaften.

Donnerstag, 20. September 2012

Immer schön flexibel bleiben


Glaubt ja keiner, wie mich dieser "innovative" Blogspot-Pferdemist nervt. Habe ich irgend jemanden darum gebeten? Nein. Habe ich mich über die fehlende "Flexibilität" des alten Systems beklagt? Nein. Gefällt mir die neue "Flexibilität"? Nein. Warum nicht? Weil sie mich zwingt, geschätzt 87 mal mehr als früher hin und her zu klicken und elastisch rumzudaddeln und "neue Features" zu entdecken, nach denen ich nicht gesucht habe. Hey, ihr Zwangsbeglücker von Blogger, ich möchte bitte so unflexibel sein, wie es mir, und nicht so flexibel, wie es euch in den Kram passt, klar? Nein, nicht klar. Dazu sind sie nicht flexibel genug, die Innovationsfetischisten von Blogger. Die sind nicht mal so flexibel, mir meine Unflexibilität zu lassen, indem sie mir eine flexible Zugriffsoption auf die alte bewährte Benutzeroberfläche gewährleisten. Nix da. Seit heute früh ist "innovative Flexibilität" ein Muss, wo jeder mitmuss. Derweil fliegen unter der ungeschmeidigen neuen Benutzeroberfläche, nämlich im systemkritischen Twitter-Blogger-Untergrund, die Fetzen. Muss die Macher an der Oberfläche aber nicht weiter jucken. System change is a bitch, da musst du durch, ob du willst oder nicht. Bitches. Ende.

Nur mal so als Frage




Ich weiß nicht. Mich verstört es zutiefst, im Jahr 2012 solche Zeitschriftentitel zu sehen. Solche Fragen, von Journalisten gestellt, zu lesen. Vor allem solche Antworten auf solche Fragen zu lesen:

Weil, man kann ja über den Faschismus sagen, was man will, bitte, gern auch gegen den Faschismus, selbstverständlich, aber eins muss man ihm doch lassen, bitte, immerhin hat der Faschismus die Arbeitslosigkeit in den Griff bekommen, oder? Wird man ja wohl noch sagen dürfen. Muss sich also keine Regierung der Welt schämen, sich aufs Innigste mit Kapitalinteressen ins Bett zu legen.
Faschismus sollte richtiger Korporatismus heißen, weil es sich um eine perfekte Verschmelzung von Staats- und Unternehmensgewalt handelt.
Benito Mussolini, 1883-1945

Das propagandistische Sperrfeuer schreitet voran, vom Befeuern des in sich widersprüchlichen "Freier Markt"-Paradigmas hin zu einem Befürworten von brutalem Autoritarismus als Heilmittel für dessen Versagen.
naked capitalism
Ich weiß nicht. Selbst mit hartgesottenstem Zynismus weiß ich mir nicht zu helfen. Es verstört mich einfach. Zutiefst, wie gesagt.

Update:
Asche auf mein Haupt. Soeben lese ich, dass ich einer Parodie ("spoof") aufgesessen bin; einem gefaketen Titelbild, das mich so sehr an die Realität erinnert hat, dass ich es mit letzterer verwechselt habe. Also eine überaus gelungene Parodie, weshalb es mir schwer fällt mich zu schämen, dass ich ihr auf den Leim gegangen bin.

Sonntag, 16. September 2012

Was zum Teufel?


Es ist ja dieser Tage viel die Rede von religiösem Fanatismus; sowie von Menschen, die - infolge verpasster Aufklärung - in mittelalterlich anmutenden Denkstrukturen steckenbleiben, frömmelnder Irrationalität zum Opfer fallen und aus der obsessiven Haut ihrer Intoleranz nicht rauskönnen. Die aus der Mücke ihrer Verletztheit einen Elefanten aus Ärger, Wut und wüsten Drohungen machen. Die lauthals herumbrüllen und sich so maßlos wie unverständlich aufregen über das, was andernorts unter Freiheit der Meinung und der Kunst der Parodie verstanden wird.

Wenig indes ist die Rede von der Kunst des exzessiven Dronen-Einsatzes, der Freiheit präsidentialer kill lists und der kollateralen Tötung von Zivilpersonen; noch weniger von dem Ärger, der Wut und der Verletztheit genau darüber. Aber das nur am Rande.

Vor lauter medialer Aufgeregtheit über jene unverständliche, maßlose Aufregung in fernen Ländern, die so mittelalterlich-irrational-obsessiv ticken, sind Nachrichten über mittelalterliche Obsessionen im nahen Hinterland völlig ins Hintertreffen geraten. Das ist schade, lehrt doch ein Blick in das zivilisierte, christliche Nachbarland Polen, dass religiös obsessives Gedankengut wieder schwer im Kommen ist. Und wenn das ehemals kommunistische Polen vom Kapitalismus eines gelernt hat, dann dies: Wo etwas im Kommen ist, da ist ein Markt, und wo ein Markt ist, lässt sich ein Geschäft machen.

In Polen, so ist zu erfahren, boomt der Exorzismus. Was liegt näher, als die steigende Nachfrage nach der Teufelsaustreiberei zu kommerzialisieren?
Infolge des boomenden Exorzismus in Polen haben sich römisch-katholische Priester mit einem Verleger zusammengetan, um die - wie sie es nennen - weltweit erste Monatszeitschrift herauszubringen, deren thematischer Schwerpunkt exklusiv auf der Austreibung des Teufels liegt.
Anlässlich des Magazin-Launches vor wenigen Tagen erklärte Pater Aleksander Posacki - Professor für Philosophie und Theologie sowie Dämonologe und Mitglied eines internationalen Expertenteam römisch-katholischer Exorzisten -, die sprunghaft gestiegene Anzahl aktiver polnischer Exorzisten "innerhalb der letzten 15 Jahre spreche für sich": Wo so viele Teufelsaustreiber walten, muss es viel Teuflisches auszutreiben geben.


Natürlich wurde der international anerkannte Exorzismusexperte gefragt, wie er sich diesen rasanten Anstieg teuflischer Besessenheit in der Bevölkerung erklären könne. Um eine säkular-aufgeklärte Antwort nicht verlegen, nannte Posacki als Ursache den "Systemwechsel": Der Kapitalismus macht's möglich. Und zwar nicht etwa der im kapitalistischen Detail steckende Teufel, der schon manchen zum Wahnsinn getrieben hat; vielmehr der kapitalistische freie Markt, der endlich den Teufel samt der von ihm Besessenen aus den Klauen des atheistischen Kommunismus befreit und ihn/sie einer segensreichen Vermarktung zugeführt hat:
"Indirekt verdanken wir das dem Systemwechsel: Der Kapitalismus schafft mehr Chancen zum Geschäftemachen im Bereich des Okkultismus. Wenn sich mit ihm Geld verdienen lässt, wächst er natürlich," sagte Posacki,
beeilte sich jedoch hinzuzufügen, dass "authentischer Exorzismus absolut gebührenfrei" zu haben sei. Sage also keiner, der freie Markt der Seelsorge ziehe seine vom Bösen besessenen Schäfchen über Gebühr über den Tisch. Was nicht ist, kann ja noch werden, nichts ist unmöglich im kapitalistischen System. Immerhin gibt es in Warschau bereits drei Monate lange Wartelisten bei dort tätigen Exorzisten ("Wir haben alle Hände voll zu tun," reibt sich ein polnischer Austreiberkollege die Hände).

Satanische Besessenheit, so Posacki, sei "das Resultat, wenn jemand Böses begehe: Stehlen, Töten oder andere Sünden" - wer jetzt an übergriffige Invasionen in erdölreiche Länder denkt, ist völlig schief gewickelt - und ergänzte, das professionelle Austreiben böser Geister folge einem von Papst Johannes Paul II im Jahr 1999 anerkannten Handbuch ritueller Gebete. In der Erstausgabe der Exorzistengazette ist von einem "spirituellen Staubsauger" die Rede.

Noch ist unklar, ob es künftig im Inneren des neuen Magazins ein doppelseitiges, herausnehmbares Star-Poster - 'heißestes Exorzismus-Model des Monats' oder so - geben wird; denkbar wäre auch eine von satanischen Textilien befreite Modestrecke ('Wie ziehe ich mich für eine zünftige Exorzisten-Dinnerparty an?') oder ein paar Peitschenhiebe gratis bei Erst-Abo.

Fast könnte man - angesichts solcher mittelalterlich anmutender, dabei kapitalismuskompatibler Denkstrukturen - lauthals herumbrüllen, sich maßlos aufregen und seinem Ärger und seiner Wut Luft machen; wenn es sein muss, mit wüsten Drohungen. Es sei aber dringend davon abgeraten. Denn wer solcherart aus der Haut seiner Toleranz fährt, macht sich verdächtig -
"Besessenheit vom Teufel manifestiert sich in Form von Schreien, Brüllen, Ärger, Wut und Drohungen," sagte Posacki.
- kann also, erstens, nur ein von katholischen Priestern in seiner Jugend missbrauchter (und darum vom Bösen besessenen) Ministrant oder, zweitens, ein kritikfähiger (und darum per se vom Bösen besessener) Mensch oder, drittens, ein protestierender, andersgläubiger (und darum das Böse schlechthin verkörpernder) Bewohner eines fernen, erdölreichen Landes sein.

Dienstag, 11. September 2012

Schrödern auf Französisch


Na, das sind doch mal Nägel mit Köpfen:

"Francois Hollande:
Gestatten? Gerhard II."

Der sozialistische Staatspräsident Frankreichs, Francois Hollande, in Gerhard Schröders sozialdemokratischen Fußstapfen. Mit einem sozialistischen* Spar- und Reformprogramm, das unter dem vorbildlichen Namen "Agenda 2014" zeigt, wo der Hammer hängt.

Nägel mit Köpfen, wie gesagt.

*(?)

Armut, reloaded



Damit das mal klar ist:

Eure Armut kotzt uns nicht an.
Im Gegenteil.
Wir lieben sie.
Sie rückt uns noch besser ins Bild.


(Foto-Shooting im Anschluss an eine Kollektionsshow während der New York fashion week)

Montag, 10. September 2012

Strafanstalt Europa


Wie das halt so ist in Familien: Da gibt es liebe Kinder und böse Kinder. Brave, gehorsame, gefügige Kinder und schwierige, ungebärdige, kaum zu bändigende Kinder.

Während die lieben Kinder artig ihre Hausaufgaben machen, schlagen die bösen Kinder über die Stränge. Letztere bedürfen der harten Hand. Denn wenn die bösen Kinder nicht hart bestraft werden, könnten die lieben Kinder plötzlich auf dumme Gedanken kommen.


So war das schon immer, seit es eine schwarze Pädagogik gibt. Darum spricht die schwarze Pädagogik auch so gern von schwarzen Schafen.

Und weil die schwarze Pädagogik so erfolgreich war im Heranzüchten kriecherischer Untertanen (also dessen, was vor Urzeiten mal als autoritärer Charakter bezeichnet wurde; welchen gefälligen Wort-Remix gibt es dafür eigentlich heutzutage?), bedient sich die EU-Elite inzwischen gern der schwarzpädagogischen Rhetorik. Schön von oben herablassend, gönnerhaft zwischen Zuckerbrot und Peitsche changierend, die autoritär-omnipotente Vaterfigur gebend.


In einem aktuellen Interview vergleicht der Generalsekretär der OECD José Ángel Gurría krisengeschüttelte südeuropäische Länder mit "ungezogenen Kindern". Selbstredend nicht alle südeuropäischen Länder, sondern nur die bösen, die aus der Art schlagenden. Die lieben Kinder sollten zur Belohnung dafür, dass sie "ihre Hausaufgaben brav gemacht" und ihre "Kinderzimmer hübsch aufgeräumt" haben, aus EZB-Draghis Bond-Einkaufswundertüte reich beschenkt werden. Die bösen Kinder hingegen, die mit den versaustallten Räuberhöhlen und vernachlässigten Hausaufgaben, die sollten mit schlechtem Beispiel voran- und damit leer ausgehen.


Weil, Strafe muss sein. Anders kriegt man diese missratenen Gören nicht zur Räson. Disziplinierung heißt das scharzmagische Zauberwort. Zucht und Ordnung. Und wenn alles finanzpolitische Gepeitsche nichts nützt, wird halt die Prügelstrafe wieder eingeführt. Es ist nämlich so: Solange ihr nichtsnutzigen Plagen eure ungewaschenen Füße unter unseren Euro-Tisch baumeln lasst, wird nach unserer Pfeife undsoweiterundsofort ... ist das klar?