Donnerstag, 7. April 2011

Ladies, die (vorläufig) letzte




Die von heute hat das letzte Wort:


Immer noch Ladies



Die Ladies werden immer jünger.
Und dreister.
Ein waschechtes Flintenweib.

Dienstag, 5. April 2011

Schon wieder Ladies


Okay.

Gestern abend waren es die alten Damen.

Heute früh sind es die jungen Damen, die ich bewundere:


Die 16-jährige schottische Fußball-Freestylerin Indi Cowie macht ihre Trickkiste auf.

Zum Verlieben.

Indi Cowies Ballvirtuosität wird international hochgelobt. "Indi spielt besser mit dem Ball als jedes andere Mädchen auf der Welt", heißt es überall stereotyp. Das ist sicher korrekt und nicht zu beanstanden. Hinzuzufügen und neidlos anzuerkennen wäre höchstens, dass Indi besser mit dem Ball spielt als, sagen wir mal, geschätzte 99,87 Prozent aller Jungs auf der Welt.

Na ja. Wollen wir den Ball mal flach halten.

Montag, 4. April 2011

Ladies




Ein paar groovige, sehr vitale alte Damen drehen ihr eigenes Ding und zeigen, was Mode ist: das, was jede einzelne darunter versteht; das, was jede einzelne daraus macht; das, worauf jede einzelne gerade Lust hat. Ob das nun - je nach Tageslaune - traktorradgroße Brillengestelle oder orangefarbene Wimpern sind, oder Marily-Monroe-bedruckte Ärmel im Warhol-Look.

Sie tun es einfach. Gutgelaunt. Unangestrengt. Souverän. Die Filmemacherin nennt es "Advanced Style". Sie nennen es "Anti-fashion fashion".
"If somebody doesn't like what I'm wearing - I don't give a shit!"
Zum Verlieben.

Sonntag, 3. April 2011

Jail House Rock



"Jail Guitar Doors" war 1978 ein Song der Gruppe The Clash. Er erzählt die Geschichte des zweijährigen Gefängnisaufenthaltes ihres Gitarristen Wayne Kramer.

"Jail Guitar Doors" ist ein Projekt von Wayne Kramer und dem britischen Gitarristen Billy Bragg. Jail Guitar Doors bedeutet: Musikinstrumente, hauptsächlich Gitarren in die Gefängnisse zu schaffen, um den Häftlingen das Musikmachen zu ermöglichen. Nicht als Beschäftigungstherapie, sondern:
"... knowing from my own experience how playing guitar and writing songs can help to process problems in a non-confrontational way ... Prison has to be about much more than just locking people up. We want people to be able to move on from their situation and reconnect with the outside world, and my hunch was that playing an instrument - particularly a guitar - could help that." (Billy Bragg)
- um also nach zwei, zehn oder zwanzig Jahren das Gefängnis als Mensch zu verlassen und nicht als abgestumpfter, gewaltbereiter Schlägertyp. Gefällt mir. Weil, wen würde ich gern als Nachbarn haben, wenn er frisch aus dem Knast kommt - jemanden, der 20 Jahre lang wie Müll behandelt wurde, oder jemanden, der als ein anderer Mensch rauskommt als er reingegangen ist?


Musik hat die Kraft, zu verändern. Zwar nicht die Welt, so doch die Wahrnehmung der Welt.
"Part of it is the awareness that it is just a thought in my mind. Do I power it up? Do I go with the next thought and build it up? That thought is like an invading army. They're coming in by plane and bringing in their troups and their reinforcements and their artillery. If you attack them right away before they get set up, you can beat them",
beschreibt Wayne Kramer die destruktiven Gedankengänge eines Eingesperrten und bringt die Gitarre ins Spiel:
"When you get tangled up, you can sit with the guitar and say something. If you can get those feelings out in the music, in the song, you put them out in the world there - it helps you connect. It does not only unlock the door to yourself but unlocks the door to the rest of your life.
The message of recovery is that I can change."
Kann ich ohne Einschränkung unterschreiben, auch als Nichteingesperrte. Wobei ja keiner so genau weiß, in welcher Art Gefängnis er grade so sitzt.


Der letzte Tango in Frankfurt


Geklaute Überschrift, ich geb's zu.

Flasht (sorry, saublödes Wort) aber und hat den Vorteil, dass ich ohne Umschweife zur Sache kommen kann:

Tango

In Frankfurt.

An der Deutschen Börse.

Ist das jetzt ein Flashmob?

Noch nicht.

Könnte vielleicht einer werden.

Sieht fast so aus.

Doch.

Das wurde einer.

Und was für einer.

Es war zauberhaft.

Freitag, 1. April 2011

Was soll das denn jetzt



Paradox ist, wenn's hinten und vorne nicht überein stimmt und trotzdem Sinn zu machen scheint.

Paradox ist, nach der Logik zu suchen, sie nicht zu finden und sich daran zu erfreuen.

Paradox ist es, zu werben und sich Anti-Werbeagentur zu nennen.

Paradox ist es, eine Anti-Werbung über eine Waffelbäckerei zu hängen, in der gar keine Waffeln gebacken werden.

Paradox scheint auf den ersten Blick, wenn an eine Waffelbäckerei eine sogenannte Conflict Kitchen angeschlossen ist.

Ist man erst mal so weit in der Materie drin, erscheint es gar nicht mehr sooo paradox, dass die Waffelbäckerei auf ihrem Dach eine Anti-Werbefläche zur Verfügung stellt.

Hat man all das halbwegs verdaut, erscheint es fast paradox zu entdecken, dass in der Waffelbäckerei - unter ferner liefen - ja doch Waffeln gebacken werden.

Mehr zu erfahren über Steve Lambert, den Mann mit der Vorliebe fürs Paradoxe ("Künstler und intelligenter Brunnenvergifter") ist hier, hier und hier.