Freitag, 13. Dezember 2013

Feierabend


Ich höre mit der Bloggerei auf.

Zum Abschied gibt es ein stimmungsvolles Video von dem wunderbaren, aus Puerto Rico stammenden, wunderbar frechen, wunderbar schrägen, wunderbar kratzbürstigen anarchistischen Filmemacher Frank Lopez alias The Simulator, der auf submedia.tv seine subversive "news show" produziert.

Hier kommt die neueste Folge von
"It's the End of the World as We Know It and I Feel Fine":

Front End Loader Dreams from the stimulator on Vimeo.

War noch was? Ja klar:
"Love and Tacos!"
(Frank Lopez)
Auf deutsch: Good bye!

Kommentare:

  1. Soll ich Dir gratulieren oder trauern? Ich werde wohl beides tun!

    Herzliche Grüsse Troptard.

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  2. Danke für alles, was hier zu lesen, zu hören und zu sehen war und machs gut.

    oblomow

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  3. Hey!
    Nichts Feierabend da. Wie soll ich nur die wundervoll schrägwahren Sachen finden?
    Trotzdem Danke!

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  4. Kurz u. schmerzlos (?). Werde dich und deine "wütenden" Texte vermissen, scheise.

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  5. schade, hab hier immer alles mitgelesen. hat mir etwas gegeben. danke, scheise.

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  6. Hab zwar nur heimlich mit gelesen, - aber trotzdem.
    Chapeau.

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  7. Ahadaschaurija

    Gooooooooood morning slaves ...

    ... it's the end of the world as we know it.
    Mrs. Mop jetzt geht es doch erst richtig los!
    Aber Hallo, 2014 werden überall Revolten angezettelt, nur die Deutschen sind so doof, und werden genau wie 1974 mal wieder nur Fußball-Weltmeister.
    Das kannst Du Dir doch nicht entgehen lassen, ich meine die Revolten ... oder?

    Ha und → "The Simulator"- dacht ich's mir doch! Den wollte ich Dir schon mehrmals in meine Kommentare einbauen, hatte aber unter anderem das Problem, daß Links auf

    http://www.sub✿me✿dia.tv/ ← Blümsken Bitte erst entfernen,

    (Dein Spamfilter kann mich diesmal kreuzweise - got it?)
    auf ominöse weise im Nirvana verschwanden, und Stimulator-Videos des Öfteren von YouTube geblockt werden.

    À propos "Anarchist Filmmaking", einen Link den ich schon vor rund einem Monat hier ablegen wollte:

    ΝΑ ΜΗΝ ΖΗΣΟΥΜΕ ΣΑΝ ΔΟΥΛΟΙ
    (auf Griechisch “Na min zisoume san douli” | LET'S NOT LIVE LIKE SLAVES)
    Ein Film von: Yannis Youlountas August 2013 / Dauer: 89 Minuten [via Youtube | en subtitles]

    Ich höre mit der Bloggerei auf ...
    ... blogspot.de ← auf.
    Vernünftige Idee!
    Also Zeit für 'ne Einladung und Angeltour auf dem

    Misty Lake
    (You can always change this later)


    Ablehnung der Einladung oder sogar Widerspruch wird nicht geduldet!

    Bis morgen in aller Frische ... und frischem Köder. Petri Heil!

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  8. ewig nicht mehr online gewesen, schaue mal kurz vorbei - und dann muß ich hier sowas lesen!!

    ich kann hier nur zustimmen. Aufhören , vllt auf Google/blogspot ... aber komplett - auf keinen Fall!

    "Gewöhnung" was hier ja ein regelmäßiges Label, und da hilft halt nur ständiges Dagegenhalten... kann zwar ne nervige Sisyphusarbeit sein - aber sonst überlässt man "ihnen" das Feld.

    MMN gabs/ gibt es nur wenige Blogs die mit deinen gut recherchierten Beiträgen (was leider schon an sich ein Ausnahmekriterium ist) mithalten können.

    Keine Komplimente - aber: die Welt braucht dich! ;)

    eine Pause sei dir erlaubt, aber aus dem Staub gemacht wird sich hier nicht! ;)
    also, hier wird sich nicht aus dem Staub gemacht!

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    1. *Wiederholung streichen, sorry is schon spät.

      wenn du den Anbieter wechselst, also am besten auch gleich einen mit Editier-Möglichkeit ;)

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  9. Es soll Dir gut gehen, sagt Wat.
    ... die von WordPress grad nur (halb-)anonym gelassen wird

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  10. Das bleibt aber schon noch 'ne Weile online, oder?
    Weil ich komm grad' erst ... rüber vom flattr ... und fang ganz von vorne an. Mai und Juni 2009 hab ich schon, da brauch ich noch 'ne Weile.

    Und Du bist jetzt die neue Frau Übermop, oder was? Du hast aber schon der alten Frau Übermop den Link gegeben? Die soll das ruhig auch alles lesen. Unbedingt. Und die neue Mrs. Mop auch, damit die gleich weiss was Sache is.

    Ja, das wird sicher spannend, Deinen Pfad abzuschreiten. Schreib ein Buch oder sowas, Dein Style kommt gut :D

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    1. Bist Du das, der grade einen Kommentar zum Phänomen der Koartikulation resp. "Im/nbus-Schlüssel" hinterlassen hat, anno 2010? Ist für mich wie eine magische Zeitreise durch mein Blog, dankeschön! (Also, falls Du das bist, ne.)

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  11. Mrs. Mop,

    wirklich überraschend finde ich es nicht, dass Sie aufhören.

    Am Interessantesten fand ich Ihren Blog, als Sie als Teinehmerin vom Occupy-Camp in FFM berichteten.

    Doch ein wirklich politischer Blog war dies aus meiner Sicht nie. Zum einen zu sehr eine Ego-Nummer zur Stabilisierung des eigenen psychischen Haushalts, zum anderen zu deskriptiv, zu moralisierend und zu sehr Infotainment. Es fehlten die wirklich politisch relevanten Inhalte und Analysen.

    So gab es einige Episoden, wo ich engagiert mitkommentierte, aber immer nur eine gewisse Zeit.

    Gegenwärtig steigen nicht wenige politische Entertainer, Kabarettisten und BlogmacherInnen – wie z.B. auch der „Flatter“ vom „Feynsinnn“ – aus. Beim „Feynsinn“ blödeln nun die Blog-Konsumenten, weil sie es gewohnt sind „gefüttert“ zu werden und unfähig sind, eigene Beiträge zu erstellen.

    Solche Blogs entsprechen der Wegwerfgesellschaft, sie landen auf dem Müll und haben keine Zukunft, weil es nur Ego-Nummern und keine kooperativen Projekte sind.

    Mrs. Mop, für Sie wünsche ich mir, dass der Anlass zur Beendigung Ihres Blogs war, den prekären Lebensverhältnissen entkommen zu sein, so dass Sie nunmehr ihre roten Schuhe definitiv „entsorgen“ können.

    Alles Gute für Sie!

    Diesmal als Anonymus

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  12. grapefruitofdarkness14. Dezember 2013 um 07:10

    Ja, das ist sehr traurig und schade, wie bei @feynsinn auch. Viele gute - ausgesprochen anspruchsvolle - Blogs schließen momentan, leider. Ich selbst hatte auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen eigenen Blog zu betreiben. Schlussendlich muss ich aber feststellen und eingestehen, dass das, was ich zu sagen hätte, bereits von anderen zu Protokoll gegeben wurde. Insofern ein sinnloses Unterfangen. Egal.

    Irgendwann jedenfalls, ist das Internet auch gelutscht und man braucht Zeit für sich selbst und andere Dinge. Das Leben findet nicht in der Digitalen Welt statt - das Leben ist draußen vor der Tür und man sollte mittendrin sein.

    Es werden sich immer Leute finden, die die verfassten Zeilen finden und lesen, etwas daraus ziehen und sich vielleicht selbst darin wiederfinden. Es ist ja auch ein "Werk".

    Danke und alles Gute, auch an @feynsinn. :)

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    1. „... und man braucht Zeit für sich selbst und andere Dinge. Das Leben findet nicht in der Digitalen Welt statt - das Leben ist draußen vor der Tür und man sollte mittendrin sein.“

      Da steckt viel Wahres und Nachdenkenswertes drin, einerseits.

      Anderersseits: Das Bloggen 1:1 gleichzusetzen mit (Nicht)Leben in der digitalen Welt - das haut nicht hin. Zumindest nicht in meinem Fall. Bloggen war für mich in erster Linie Schreiben, tätiges, handwerkliches Schreiben, mit Fingern, Geist und Körper, also eine durchaus „diesseitige“ Aktivität. So wie ein Musiker sich unermüdlich mit seinem Instrument auseinandersetzt, auch wenn er dies im weltabgeschiedenen stillen Kämmerlein tut, weil ihm das Spielen, so wie das Schreiben, ein inneres Bedürfnis ist, und er weiß, dass sein Können verrostet, wenn er es brachliegen lässt.

      Was ich jetzt unter Schmerzen zu lernen habe, ist: Schreiben ist nicht identisch mit Bloggen, auch wenn für mich das Bloggen identisch war mit Schreiben.

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    2. Die Katze aus dem Sack14. Dezember 2013 um 15:37

      "Wahres und Nachdenkenswertes" steckt überall drin. Genauso wie Lügen und das Fehlen von Verstand. Na und?

      Bloggen ist eine Handlung, fast so wie Eis essen. In unserem Fall hast Du Deine Gedanken in den digitalen Teil einer Bewusstseinswelt übergeben, die andere einsehen können. Die Frage ist: Warum hast Du das getan? Du hättest Deine Gedanken doch einfach so aufschreiben können, in ein persönliches Tagebuch. In Deinem Fall, da Du ja mit Computern gut zurecht zu kommen scheinst, sogar digital, statt auf Papier. Du hättest Deine Gedanken auch bei Dir belassen können. Das konntest Du jedoch nicht. Und nun, nach langen Jahren, stellst Du also unter Lernschmerzen fest, Du hast zwar irgendwas aufgeschrieben ("tätiges, handwerkliches Schreiben, mit Fingern, Geist und Körper"), scheinst aber nicht zu verraten warum eigentlich.

      Was hattest Du denn erwartet?

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    3. Leider aus dem Kontext gerissen. Ich bezog mich auf @grapefruitnessofdarkness' "... ist das Internet auch gelutscht und man braucht Zeit für sich selbst und andere Dinge" etc.pp., um @grapefruitofdarkness zu erklären, dass die Zeit, die ich mit Bloggen verbracht habe, mir selbst zugute kam, und ich nicht deshalb aufhöre, weil ich endlich mal "Zeit für mich selbst und andere Dinge" brauche.

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    4. Die Katze aus dem Sack14. Dezember 2013 um 17:33

      Na lass mal gut sein. Du machst das schon.

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  13. Schließe mich Anonymus an. Leider nutzen andere Blogger diese Entwicklung nicht als Impuls, einmal über die negative Entwicklung der eigenen Webseite nachzudenken. Bei flatter gab es mal wirklich die guten alten Zeiten und die liegen nicht einmal so lange zurück.

    Wird jetzt mehr wohl so ne Art Ersatz der "Anstalt".
    Das könnte im Extremfall dort auch letztendlich direkt in die Resignation führen.

    Danke für all Deine interessanten Texte, die ich verstanden habe.

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  14. Das bedaure ich sehr, wenn ich es auch verstehen kann. Wie auch immer: Danke und alles Gute.
    Gruß vom Pantoufle

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  15. Schade, aber es gehört zu den Freiheiten des Bloggens, aufzuhören, wenn es am schönsten ist. Ich bedanke mich für die vielen tollen Texte und die Musik!

    In diesem extremen Zeiten ist es wichtig, nicht stumm zu sein.

    Ein kleines Abschiedsgeschenk. Skurrile Melancholie, das passt doch ;-)

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    1. Jetzt kommen mir die Tränen. Danke für das Geschenk.

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  16. Alles Gute, Mrs. Mop, Sie werden mir sehr fehlen.

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  17. Einfach nur verdammt schade. Werde die Seite sehr vermissen!
    Alles Gute!

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  18. 'S iss schon 'n paar mal gesagt worde, hier nochmal: Schade! :-(

    Wie geht's dem "Molosser"? Was macht Job unn so?? (War selten hier, Hab' wenisch mitgekrischt, leider)

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  19. Ooch menno. Es war so schön bei dir. Dein Geschreibsel hat mir fast immer voll "aus der Seele gesprochen".

    Oder ist hier in Frankfurt heimlich die Revolution ausgebrochen und du hast für's Bloggen keine Zeit mehr ;-)
    Wenn ja, dann sag Bescheid wo genau, damit ich mitmachen kann.

    Ansonsten allet jute.

    cu
    renée

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  20. Frohes Fest & guten Rutsch!
    (Das mußte doch mal gesagt werden.)

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  21. Vielen Dank für deine frechen Texte. Los echaré de menos. Que te vaya todo bonito y ojalá que llueva café...

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  22. Schade. Aber danke für das, was ich lesen durfte...

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  23. Danke, Mrs. Mop, für all die Jahre. Zum Abschied werde ich nochmal den Blues kraulen und jedes Jahr beim Brombeerpflücken denk ich an dich :)

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  24. Die Liquidierung dieses und auch anderer Blogs könnte zum Anlass genommen werden, sich über Sinn und Ziele von Blogs Gedanken zu machen und darüber zu diskutieren.

    Die meisten Blogs sind Angelegenheiten des Hier-und-Jetzt. Es sind Schwatzbuden. Sie erinnern mich an Spielhallen oder Selbsthilfegruppen.
    Gesellschaftlich bewirken sie nichts Nachhaltiges.

    Im Grunde sind sie ein Abklatsch der etablierten Medien. In der Regel findet nur eine Zweitverwertung allgemeinzugänglicher Informationen und Nachrichten statt.

    Bei den KommentatorInnen dominieren Betroffenheits- und Empörungsbekundungen.

    Meist werden von BlogmacherInnen und KommentatorInnen nur subjektive „Meinungen“ produziert und reproduziert. So entsteht ein riesiges Volumen an Meinungsmüll und die Blogs fungieren als Meinungsmüllschlucker.

    Im Wesentlichen haben die Blogs die Funktion eines psychologischen und pseudopolitischen „Tittytainments“ von gesellschaftlich Überflüssigen und/oder Irrelevanten für gesellschaftlich Überflüssige und/oder Irrelevante.


    Dagegen ist auch nichts einzuwenden. So wie gegen politisches Kabarett nicht einzuwenden ist. Oder gegen TV-, Popmusik- oder Drogenkonsum. Die Individuen sind selbst dafür verantwortlich, was sie aus und mit ihrem Leben machen bzw. nicht machen

    Heute gibt es nur wenige Individuen, welche sich in organisierten Zusammenhängen zusammenfinden, um im Kontext eines gesellschaftlichen Emanzipationskampfes relevante Reportagen, Recherchen, Forschungen, Theorieentwicklungen, zukunftsorientierte Projekte etc. anzugehen.

    Wahrscheinlich erfüllen 90% der Blogs lediglich psychische Bedürfnisse in Art einer „Internet-Psychogruppe“ und sind für die Gestaltung und Zukunftsbewältigung der Gesellschaft völlig irrelevant.

    Daher auch der Wegwerfcharakter der Blogs. Man macht sie auf, betreibt sie eine Zeit und dann lässt man sie wieder verschwinden. Bleibendes entsteht nicht.

    Die Blog-Kommunikation hat eine ähnliche Funktion wie die Musik der Sklaven. Sie macht das Sklavendasein erträglicher, aber ändert nichts daran.

    Wie beim alten Sozialarbeiterwitz: „Schön, dass wir drüber geredet haben!“

    Gesellschaftliche Emanzipation sieht anders aus.

    MfG
    Anonymus

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    1. Wie beim alten Sozialarbeiterwitz: „Schön, dass wir drüber geredet haben!“

      Ja toller Witz ...
      Hättest Du deine zuckersüss&leichenbittere Sozialarbeiter-Rede nicht etwas kürzer halten können?

      In etwa so:
      Traurig kaut Mrs. Mop schwarzen Kaffee trinkend an ihren Sätzen: Bruchstücke einer vergangenen Bloggerei und Reflexionen über das Blogsterben da meldet sich überraschend ein Zuckerstück zu Wort ohne Punkt und Komma kämpft es mit Witz und Pep für ungesüßten Kaffee und brütet an einer Strategie Mrs. Mop das Bloggen wieder zu versüßen ... ;~)

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    2. Vergeb'ne Liebesmüh, Mitzerl: Der Mann ist so (geworden) und kann (will) aus seinem ideologischen Panzer nicht raus. Im Internet vielfach unterwegs als "@HAM", unter diesem Nickname im Blog Weissgarnichts in Ungnade gefallen, worauf ihn dort unter dem Nickname "@Think Positive" ein ähnliches Schicksal ereilte, weshalb er hier den Auftritt als "Anonymus" wählt und vergisst, dass ich in einer Stadt lebe, die bis unters Immobilien-Penthousedach gestopft voll ist mit bräsigen, zu Geld gekommenen Alt-68-ern und ein bräsiger, zu Geld gekommener, in der Schweiz seinen Ruhestand verbringenden und dort in Immobilien machender Alt-68er so ziemlich das Letzte ist, was ich zu meiner Inspiration brauche.

      Interessierten empfehle ich als vertiefende, erhellende Lektüre den Weissgarnichts-Kommentarthread zur Mietpreisbremse (vor ein paar Wochen war das), wo @Think Positive so richtig vom krypto-reaktionären linken Leder zieht, Stichwort: Besitzbürgertum essen Kapitalismuskritiker auf.

      Und jetzt Kaffee für alle, der neue Tag bricht an ;)

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    3. Muss natürlich "Wiesaussieht" heißen, nicht"Weissgarnix".

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    4. 1. Mrs. Mop, Ihre Reaktion ist ein Beispiel für die Verlogenheit und Heuchelei im Internet bezüglich Datenschutz bzw. Datenspionage. Sie wahren nicht die Anonymität Ihrer Kommentatoren. Im Gegenteil. Sie reagieren auf unerwünschte Kritik mit dem Versuch, eine anonyme KommentatorIn mittels Denunziation zu diskreditieren. Sie arbeiten mit Unterstellungen, die allein auf Projektion und Behauptungen anderer basieren.

      Sie liefern die Daten Ihrer KommentatorInnen mittels „Google Analytics“ an die Datenkrake und an die daran angeschlossenen Geheimdienste.


      2. Angriffe ad Personam sind immer Ausdruck des Unwillens und/oder der Unfähigkeit, sich mit der Kritik inhaltlich auseinanderzusetzen.

      3. Dass die Beziehung von „Post-68-ern“ zu „Alt-68-ern“ meist auf Gegenidentifikation und Feindschaft beruht, ist mit dem gegenteiligen Gesellschaftsbezug zu erklären.
      Die „68-er“ wollten die Gesellschaft verändern, ihr Ziel war Systemtransformation. Deshalb wurden sie bekämpft und zu Dissidenten gemacht.

      Die „Post-68-er“ hingegen sind „pragmatische Generationen“. Sie zeigen marktkonforme Anpassungs- und Unterwerfungsbereitschaft, da ihre Ziele nicht die Systemtransformation, sondern die erfolgreiche und komfortable Einrichtung in diesem System sowie die Herstellung von psychischen Wohlbefinden (-> „Spaß haben“) sind.
      Angesichts der realen gesellschaftlichen Umstände scheitern jedoch nicht wenige an dieser Zielsetzung und landen im Prekariat bei den „Modernisierungsverlierern“ und „Überflüssigen“.

      Das Internet ist aus diesem Grunde voll mit Betroffenheits- und Empörungsbekundungen.

      Trotz ständig sich verschlechternder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen stellen die „Post-68-er“ dieses System und dessen Legitimität nicht in Frage.
      Sondern kritisieren lediglich Symptome.

      Daher deren politische Impotenz und ihre gesellschaftspolitische Irrelevanz, weil sie unfähig sind, den herrschenden marktwirtschaftlich-neoliberalen Systemkonsens zu durchbrechen.

      4. Jene „Alt-68-er“, die nicht zu Karrieristen und Systemapologeten konvertiert sind, sondern ihren humanistisch-emanzipatorischen Geist und ihre grundlegende Systemkritik bewahrt haben, sind heute nur noch eine verschwindend kleine - aus der damaligen „68-er-Generation“ übriggebliebene – Minderheit. Gesellschaftspolitisch sind diese Systemkritiker marginalisiert und zudem altersbedingt am Aussterben.
      Und im Internet werden diese Systemkritiker von den anpassungs- und unterwerfungsbereiten „pragmatischen Generationen“ bekämpft und nicht selten mit projektivem Hass belegt.

      Denn man hasst jene Kritiker, die mit ihrer Kritik am System den Spaß am Mitmachen und die Illusionen verderben.

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    5. "Denn man hasst jene Kritiker, die mit ihrer Kritik am System den Spaß am Mitmachen und die Illusionen verderben."

      Aber von Projektionen anderer reden. Was ein grandioser Schwachfug.
      Außerdem ist blogspot ein Angebot von google. Mrs. Mop kann, sofern sie keine richterliche Genehmigung eingeholt hatte, keine ip-Adresse mit einem Menschen in Verbindung bringen.
      Sie hat sich wohl wissenschaftlich weniger fundierter Fähigkeiten bedient, um eine Zuweisung treffen zu können.
      Manche können das und andere werden es nie lernen.

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    6. Ach, der "DenunziantIn" beschwert sich über's Denunzieren.
      "Gegenwärtig steigen nicht wenige politische Entertainer, Kabarettisten und BlogmacherInnen – wie z.B. auch der „Flatter“ vom „Feynsinnn“ – aus. Beim „Feynsinn“ blödeln nun die Blog-Konsumenten, weil sie es gewohnt sind „gefüttert“ zu werden und unfähig sind, eigene Beiträge zu erstellen."

      Wo rottet sich denn der Herr Anonym zusammen, "um im Kontext eines gesellschaftlichen Emanzipationskampfes relevante Reportagen, Recherchen, Forschungen, Theorieentwicklungen, zukunftsorientierte Projekte etc. anzugehen."

      Wer so oberlehrerhaft daherkommt, hat doch mit Emanzipation nix am Hut. Aus solchen Worten spricht doch eher das ZK.

      cu
      renée

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  25. Mensch, Mrs. Mop!
    Das haut mich echt um... und macht mich traurig, aber du wirst deine Gründe haben.
    Ich weiß nicht, was du sagen möchtest, wenn du schreibst, dass Schreiben nicht Bloggen ist, wie du jetzt schmerzhaft erkennen musst. Schreibst du denn weiter? Das wünsche ich mir, denn das kannst du, wie keine Andere, und das solltest du, wenn auch nur für dich, unbedingt weiter machen!
    (Und wollen wir uns mal auf einen Äppler treffen, wenn ich in Ffm bin?)
    Lässt du bitte dein Blog hier stehen, dass man mal nachlesen kann, wenn die Sehnsucht zu groß ist?
    Und könntest du zum Abschluss vielleicht eine Blogroll hinterlassen, damit wir wissen, wo wir weiter lesen können, und wo du so gelesen hast, auch wenn es keinen Ersatz für dein Blog gibt.
    Ein paar deiner Kommentatoren, so wie Troptard, werde ich auch vermissen. Die habe ich immer nur hier getroffen.
    Und überhaupt höre ich jetzt mal auf hier...ich hoffe es ist rüber gekommen, was ich sagen wollte. Man bin ich anhänglich heute...
    Mach es gut!

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    1. Tikerscherk, natürlich werde ich weiterschreiben, irgendwie, ich könnte gar nicht anders, nur muss ich jetzt erst mal von diesem Roteschuhe-Blog-Tropf loskommen, was ein vermaledeit emotionaler Kraftakt und noch schwerer ist, als ich es mir vorgestellt habe.

      Thema Blogroll, ich hab ja eine hier eingestellt, allerdings uralte, inzwischen völlig überholte, weil ich sie sie nie gepflegt bzw. aktualisiert habe (stinkfaul, die Mop) und ganz viele (hauptsächlich englischsprachige) Blogs, die ich heute nicht mehr missen möchte, damals aber noch nicht gekannt habe und die deshalb in der Motten-Blogroll nicht auftauchen.

      Das Blog lass ich erst mal stehen, d.h. wenn du nach Äpplertown kommen soltest, hinterlass einfach einen kurzen Ping hier, oder schreib's am besten in Dein eigenes Blog, das lese ich regelmäßig mit großer Freude und werde dann mit Dir bzgl. 'Äpplervollrausch à deux' drahten, ok?

      So long, Tikerscherk, gut, dass es dich gibt!

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    2. So machen iwr das. Ick froi ma druff.

      (Wo bitte finde ich denn deine Blogroll?)

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    3. Ach so, örks, tja, das ist jetzt blöd gelaufen, vorgestern hab ich meine Profilseite gelöscht, weil ich dachte, wozu brauchst du jetzt noch ein Profil, und dabei nicht bedacht, dass unter dem Profil die olle Blogroll gestanden hat. Mal wieder nicht von hier bis zum nächsten Eck gedacht, geschweige denn ums nächste Eck rum. Doofmop halt. Was machen wir jetzt? Legst Du, ehrlich, wirklich großen Wert auf meine Blogroll? Ich könnte sie natürlich rekonstruieren aus meinem Feedreader raus, was in ein Stück Schweinearbeit ausartet, was ich ... wenn Du ... aber nur wenn Du ganz ehrlich und so ... Du verstehst?

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    4. Guckt einfach hier.
      Wenn etwas fehlt, dann kann man oben rechts z.B. zum 16.9.2013 zurückblättern.

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  26. Ach, ach, wie traurig mich das macht, das hier lesen zu müssen. Es ist schade. Gefallen hat mir hier immer sehr, dass nicht bloß theoretisch rumgesabbelt wurde, sondern auch praktische Umsetzung und Erfahrungen aus erster Hand mit hineinspielten sowie der Humor nie zu kurz kam. Während beim Lesen vieler anderer Blogs bei mir als Nachgeschmack immer ein melancholisches Gefühl ob der Schlechtheit der Welt zurückbleibt, ist die Grundstimmung hier immer mit Zuversicht getränkt gewesen.

    Das Blog wird mir fehlen. Mach es gut, Mrs. Mop!

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    1. Blogwart! Long time no hear! Über Deine Abschiedsworte und Dein Feedback freue ich mich ganz besonders, weil es mir, gerade aus Deinem Mund, sehr viel wert ist. Und weil Dein Feedback in mir das seltene, kostbare Gefühl hervorruft, von jemandem (altmodisch, aber treffend ausgedrückt) 'erkannt' worden zu sein.

      Ich danke Dir, Blogwart, und wünsche auch Dir eine gute Zeit.

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  27. Ich habe immer sehr gerne Deine Zeilen gelesen und mich inspirieren lassen. Vielen Dank dafür!

    Alles Gute und liebe Grüße,
    Schirrmi

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  28. Wie schade! Ich werde diesen Blog sehr vermissen.

    Ganz herzlichen Dank für all' die tollen Beiträge und alles Gute für die Zukunft, auch wenn sie rabenschwarz aussieht.

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  29. Ach wie schade, Frau Mop. Du warst immer so herrlich erfrischend. Lass es Dir trotzdem weiterhin gutgehen.
    Das Fröschle.

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  30. Schade Mrs. Mop,

    deine Texte waren was ganz besonderes.

    Alles Gute für die Zukunft!

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  31. Jetzt bin aber platt, Auch Frankfurter/in. Occupy dazu. Ich habe für euch im Camp ein paar Kuchen gebacken und unser Chor hat auch mal gegrölt.
    Die Welt ist klein.

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    1. Ei was dann, freilich, nur einen Handkäswurf von Dir entfernt. Wie, Du fürs Camp Kuchen gebacken? Dann kennen wir uns garantiert, ich bin immer als erste gesprungen, wenn's Kuchen gab. Was, im Chor auf dem Camp gegrölt? Polit-Chor? Kirchenchor? (der war so die Zeit um Weihnachten rum, wie jetzt). Machst misch rischdisch neugierisch, Kerle Kerle.

      Im übrigen gilt - ei, es will mer ned in mei Kopp enei, den Rest kennst du, der steht hier. Guude, gelle.

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    2. Erschendwie ist die Antwort futsch. Also neuer Anlauf.
      Gegrölt hat der Frankfurter Beschwerdechor und gebacken habe ich drei Kuche in rund. Soweit ischs noch im Schädel hab zwa Schokokokos und aaner mit Eierlikör in rund weil isch kaa Eggische net könne du.

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    3. Ei Kerle, sieh zu, dass de dei Kochbackblogg endlisch rund kriesd unn dann lädste misch ei unn alles werd guud.

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    4. Nix wird gut! Wer so einen Scheiß käuft und isst wählt auch Angela Merkel und hält die Grünen für eine kinke Ökopartei.
      Alles ist politisch,
      Zur Apfelwein-WM 2014 am Dribbdebacher Maaufer gibt es eine Einladung - isch schwör!

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  32. Da dein Entschluß wohl feststeht:

    was du mit "Schreiben ist nicht identisch mit Bloggen, auch wenn für mich das Bloggen identisch war mit Schreiben" gemeint hast hab ich zwar nicht ganz verstanden... MMN gibts nicht "DAS Bloggen", sondern nur eine zur Verfügung gestellte Plattform, aus der halt jeder macht was er grad will... Kommentare sind dabei kein Maß; meist gilt sogar: umso mehr comments, desto unwichtiger der Inhalt... (bei mir ist es btw genau andersrum: da mangelt's gerade an meiner "Neigung" zum Schreiben ;) )

    wie auch immer, ich bin absolut kein "Digital-Native" o.Ä., aber unter den Blogs die ich kenne - anders als die 90% Polit-Blogs, die meist nur Tagesmeldungen / Fefe-Links als "Leitartikel" aufarbeiten - dieser hatte für mich schon i-wie was Besonderes... ich hab auch die Recherchen geschätzt, die - auch wenn nur "nebenher" - einigen Aufwand kosten (v.A. wenn man's nicht wie Jens Berger z.B. 'hauptberuflich' macht)

    in diesem Sinne also: Danke für die vielen interessanten & ungezwungenen Texte
    [...trotzdem: man sollte niemals nie sagen! - oder: auf jeden Feierabend folgt auch auch ein Montag (das wär sogar einer auf den ich mich mal freuen würde ;) ) aber jetzt genug geschleimt ;)]

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    1. Danke, Garfield, eine wertvolle Rückmeldung, die mich freut.

      "MMN gibts nicht "DAS Bloggen", sondern nur eine zur Verfügung gestellte Plattform, aus der halt jeder macht was er grad will..." Schon gut, mit "das Bloggen" hab ich natürlich mein Bloggen gemeint, andere mögen das anders sehen, drum sagte ich ja auch, dass "für mich (!) das Bloggen identisch war mit Schreiben".

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    2. drum sagte ich ja auch, dass "für mich (!) das Bloggen identisch war

      deshalb ja: "...nicht DAS Bloggen" - dann war's halt nur für dich identisch - und das ist auch gut so ;)... deshalb hab ich jetzt immer noch nicht ganz verstanden, aber egal... du wirst ja wissen warum & weshalb, etc.

      leicht OT & _nicht_ auf dich bezogen -
      aber in der Blog-"Szene" (Schreiber wie Kommentatoren) ganz allgemein gibt's meinem Eindruck nach zu viel überzogene Erwartungshaltungen - man könne/sollte/müsste mit seinem Geschreibsel gleich DAS Ding anstoßen, übertrieben gesagt - woran die meisten natürlich sachgemäß scheitern; und manche i-wann frustriert/verbittert enden & nur noch auf "Wahlvieh/Michel" etc schimpfen... (ein betr. "Frustration" MMN sehr guter comment hier)

      ...wie auch immer: jedenfalls alles Gute für deinen weiteren Lebensweg ... und vllt folgt auf den "Feierabend" ja doch noch mal ein digitaler Montag ;)

      ciao

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    3. "...deshalb hab ich jetzt immer noch nicht ganz verstanden, aber egal... du wirst ja wissen warum & weshalb, etc."

      Ja, ich weiß warum&weshalb, nur: Es einerseits zu wissen und es andererseits angemessen zu kommunizieren, ist halt zweierlei, besonders dann, wenn's einen immer noch emotional in allen vier Ecken rumschleudert und viel meiner Energie absorbiert wird mit dem Verarbeiten meiner eigenen Entscheidung, die ich keinesfalls bereue und die trotzdem fürchterlich wehtut.

      Ich bin aber bereits dabei, es mir von der Seele zu schreiben, denn natürlich ist mir bewusst, dass das sonst kein guter und schon gar kein befriedigender Abgang ist. Das bis jetzt Geschriebene ist halt noch ins Unreine und von roher Gestalt und wird noch ein bisschen Zeit brauchen, bis ich es hier einstelle.

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  33. Der Kalender so: Freitag der 13.

    Mrs. Mop so: "Ich höre mit der Bloggerei auf."

    Und ich so: "Ohhh neee, ... männoooo ... die war so erfrischend!"

    Als stiller Genießer sage ich dann mal: Alles Gute, Mrs. Mop! Aber vorher erst mal alles Beste und eine geruhsame, besinnliche Weihnachtszeit.

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