Freitag, 30. März 2012

Post it



Warum nicht mal eine Postkarte posten?
Mit subversiven Grüßen an alle,
die gern etwas verändern möchten
und noch nicht recht wissen, wie.
Oder wo.
Oder was.

Den Posten Postkarten zum Verposten gibt's zum Monatsende druckfrisch - und selbstverständlich gratis - bei der Underground-Website CrimethInc.com:
History is not something that happens to people - it is the activity of people. In every moment, in every decision and gesture, we make our culture, our life stories, our world, whether we take responsibility for this ourselves or ascribe this power to executives, politicians, pop stars, economic systems, or deities.

In a society which glorifies their power and our passivity, all thought which challenges this passivity is thoughtcrime.
Daher der Name CrimethInc.
CrimethInc. ist der Schwarzmarkt, wo wir mit dieser kostbaren Schmuggelware dealen. Bei uns treffen sich die Geheimwelten der Ladendiebe, Aufständischen, Aussteiger, Deserteure, Ehebrecher, Rowdies, Tagträumer - also sozusagen alle von uns, in jenen Momenten, wo uns nach mehr verlangt und wir leidenschaftlich kleine Revolten anzetteln -, um sich zusammenzutun, um Eingangstüren zu neuen Welten zu bauen, in denen Diebstahl, Betrug, Kriege führen, Langeweile und ähnliches einfach als überholt gelten.
Willkommen auf dem Schwarzmarkt.


Kommentare:

  1. Vielleicht gefällt dir auch die Villa Kunterbunt.
    Ich jedenfalls mag solche Sachen immer mehr.

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  2. Vielleicht könntest Du die Villa Kunterbunt kurz beschreiben, damit die nicht-spanisch-sprechenden Leser sich etwas darunter vorstellen können?

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  3. Die Selbstdarstellung auf deren Seite beschreibt in wie ich finde hinreißenden, aber kurzen Sätzen, aus welchem Geist die Idee geboren wurde, eine verlassene und nun der Spekulation preisgegebene Tierhäutefabrik in der früher Trommeln hergestellt wurden zu besetzen und gemeinsam für verschiedene Aktivitäten herzurichten.

    Mit klar antikapitalistischer Orientierung soll jedem Einlass geboten werden, der sich mit seinen Vorstellungen und Ideen an der Konstruktion einer kleinen Welt beteiligen möchte, die sich vor allem nicht am Konsum orientiert und statt dessen gemeinsame Aktivitäten befördern möchte.
    Man ist sich darüber einig, daß das kapitalistische System früher oder später abdanken wird und versucht alternative Formen des Zusammenwirkens zu entwickeln, die sich auf Toleranz, Antirassismus und Meinungsfreiheit begründen. Sie begreifen sich als ideologiefrei, wobei ich das so verstehe, daß man keiner bereits bestehenden Denkrichtung folgen möchte, sondern einzig den Humanismus als Basis akzeptiert und voraussetzt.
    Man ist dich dessen bewußt, daß man nicht die ganze Welt aufs Mal retten kann und lehnt radikale Veränderungsverusche ab, setzt dafür beim Einzelnen an und möchte dazu beitragen, daß jeder zu seinen wirkliche Stärken finden kann.

    Es gibt eine kleine Bibliothek, Sprachkurse werden organisiert, eine Werkstatt ermöglicht Handwerksarbeiten, Musikveranstaltungen und Lesungen finden statt.
    Hin und wieder wird gemeinsam gekocht und gegessen. Man versucht sich eben in der Organisation eines selbstverwalteten soziokulturellen Zentrums, das nicht nur Jugendlichen dienen soll.

    Die Fabrik befindet sich in der spanischen Stadt Cuenca, die sich etwa 160 Kilometer östlich von Madrid befindet. Um Kontaktaufnahme und das Einbringen von Ideen in dort stattfindenden Debatten wird ausdrücklich gebeten.

    Die Einleitung der Selbstdarstellung lautet in etwa:

    Wir sind eine Gruppe junger Menschen, die es leid sind, die Stunden und Tage mit Hobbys wegzuwerfen, die man uns vorgibt. Wir haben einen Stand relativer Reife erreicht, der uns fragen läßt, ob es nicht möglich ist, kreativere und nützlichere Ventile zu entwickeln als den bloßen Alkohol- und Drogenkonsum oder Musik bis zu wer weiß welcher Uhrzeit in der Nacht zu hören, mit denen uns die Gesellschaft dumm und vergessen hält. Überdrüssig vom Motzen um das "Das ist eine Scheisse" und dabei nicht einmal einen Finger zu bewegen um etwas zu ändern, fingen wir an uns zu fragen, wie und auf welche Weise wir einen Raum kreieren konnten, in dem wir uns für uns selbst wertvoller fühlen konnten und für die, welche damals kommen und diese Vorstellungen teilen würden.
    [..]
    Letztlich beabsichtigen wir die Zustände zu ändern, indem wir uns selbst ändern, indem wir aus der Passivität in die Aktion kommen. Diese Aktion ist Teilhabe, Zusammenwirken, Respekt, der Dialog und die Werte, die das menschliche Sein in Glück wandeln, wenn man spielerisch in einem Projekt zusammenarbeitet.

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  4. Vielen Dank, R@iner! Passt ja super in unseren Diskurs im Grüne-Soße-Thread. Sehr inspirierend, die Villa Kunterbunt!

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